Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer die Polizei-Uniformen einkauft? Oder wer die Spielzeuge für die Kindergärten in NRW bezahlt? Oder vielleicht woher die Pflastersteine in der Fußgängerzone Ihrer Stadt kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Themenbereich "Faire Beschaffung NRW". Stadtverwaltungen sind für die Beschaffung von einer Vielzahl an Produkten zuständig. Hergestellt werden diese meist in sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenländern. Dort kommt es in der Produktion zu massiven Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen. Finanziert werden die Einkäufe mit unseren Steuergeldern. Dabei bietet der Rechtsrahmen in NRW den Kommunen viel Potenzial, ihre Marktmacht für die Verbesserung der Situation von Arbeiter*innen weltweit einzusetzen. Good Practice-Beispiele und konkrete Arbeitshilfen zeigen, dass ein fairer öffentlicher Einkauf schon heute möglich ist! Das Eine Welt Netz NRW setzt sich seit 2009 dafür ein, dass beim öffentlichen Einkauf auf ökologische und soziale Kriterien geachtet wird. Dabei sind wir der Überzeugung, dass wir durch Vernetzung mit verschiedenen Akteuren mehr erreichen können.

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Beschaffung von IT-Hardware

8. Fachkonferenz für sozial verantwortliche Beschaffung 03. & 04. September 2020 - digital

cliparts It Hardware

pixabay/free cliparts

Aufgrund der aktuellen Situation wird die 8. Fachkonferenz für sozial verantwortliche IT-Hardware Beschaffung am 03. & 04. September 2020 in digitaler Form stattfinden. Die Konferenz soll auch als digitales Format eine Plattform des Austauschs sein. Sie richtet sich an Akteur*innen des öffentlichen Beschaffungswesens, der Politik, Nichtregierungsorganisationen, IT-Unternehmer und -Händler. Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf den Arbeits- und Sozialstandards, den Arbeitsbedingungen und deren effektivem Monitoring durch unterschiedliche Prozesse und Audits. Veranstalter sind das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. und die Europa-Universität Flensburg.

Die Einladung mit Programm, Informationen zum Ablauf und teschnischen Details folgt und wird im Juli 2020 unter www.faire-beschaffung.de zur Verfügung gestellt.

Kontakt: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., Markus Schwarz: markus.schwarz@remove-this.bei-sh.org und Wiebke Schümann: wiebke.schuemann@remove-this.bei-sh.org, Telefon: 0431-679399-00

 

Natursteine aus verantwortlichen Lieferketten

Fachkonferenz am 15./16. September 2020 im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

Die Lieferketten von Pflaster- und Natursteinen sind sehr verzweigt und reichen um den ganzen Globus. In Steinbrüchen und Verarbeitungsbetrieben herrschen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Menschenrechtsverletzungen, ausbeuterische Kinderarbeit, Schuldknechtschaft und ähnliches sind keine Seltenheit. Der Transport des tonnenschweren Materials ist dazu noch alles andere als umweltfreundlich. Um dem entgegenzuwirken gibt es Handlungsoptionen für die öffentliche Beschaffung: gerechte Arbeitsbedingungen können über Zertifikate nachgewiesen oder Natursteine lokal beschafft werden. Schon bei der Vergabe kann die öffentliche Hand bestimmte Kriterien zur Lieferkette der Steine festlegen.

Bei der Fachkonferenz werden diese Handlungsmöglichkeiten in Form von thematischen Vorträgen und praxisorientierten Workshops vorgestellt. Eingeladen sind Akteur*innen des öffentlichen Beschaffungswesens, der Landes- und Kommunalpolitik, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen, Steinkontore, verarbeitende Betriebe sowie alle Interessierten. Die Fachkonferenz soll neben theoretischem Input auch Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Dialog über nachhaltige Lieferketten in der globalen Natursteinbranche sein. Von den Redebeiträgen bei der Fachkonferenz werden Audio- bzw. Videoaufzeichnungen angefertigt, die Ihnen nach der Veranstaltung online zugänglich gemacht werden.

Programm

15. September ab 15 Uhr

  • Die Menschenrechtssituation in indischen Steinbrüchen; Referent: Ankush Kumar (Journalist)
  • Natursteine aus verantwortlichen Lieferketten? Beschaffungspraxis in Bund und Ländern – aktuelle Studienergebnisse; Referent*innen: Juliane Kühnrich und Ajit Thamburaj
  • Nachhaltige Beschaffung von Naturwerkstein; Referent: Manfred Krug (Deutscher Naturwerkstein-Verband, DNV)
  • Auf dem Weg zu nachhaltigen Lieferketten; Referentin: Dr. Anna Braune (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, DGNB)

16. September ab 9 Uhr

  • Menschenrechte sichern durch Zertifikate?; Referentin: Petra Sorge (Journalistin, Dow Jones News)
  • Gesprächsrunde mit Petra Sorge, Vertreter*innen von Siegelklarheit.de (angefragt) und Zertifizierungsorganisationen

Workshop-Runde 1

  • Rechtssichere Beschaffung von Natursteinen aus verantwortlichen Lieferketten; Referent: André Siedenberg (Rechtsanwalt, Düsseldorf)
  • Rechtssichere Beschaffung von regionalen Natursteinen; Referentin: Katja Gnittke (WMRC Rechtsanwälte Wichert und Partner, Berlin)
  • WiN=WiN Fair Stone: Entstehung und aktuelle Umsetzung des Sozial- und Umweltstandards; Referenten: James B. Herrmann und Philipp Baisch (Fair Stone e.V.)
  • Grabsteine aus verantwortlicher Herstellung: Länderregelungen im Vergleich; Referent*in: N.N.

Workshop-Runde 2

  • Sozial verantwortliche Natursteinbeschaffung: Praxiserfahrungen aus Friedrichshain-Kreuzberg und Unterstützung durch das Webportal Kompass Nachhaltigkeit; Referentinnen: Ann-Kathrin Voge (Servicestelle Kommunen in der Einen Welt) und Helena Jansen (Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin)
  • Verantwortliche Lieferketten durch Multi-Stakeholder-Initiativen: die holländische TruStone Initiative; Referent*innen: Lizette Vosman (Arisa) und Frank van Sloun (Stadt Amsterdam)
  • Zertifizierung von Grabsteinen: Herausforderungen und Praxiserfahrungen; Referenten: James B. Herrmann und Philipp Baisch (Fair Stone e.V.)

Anmeldung

Die Teilnahme an der Fachkonferenz ist kostenlos. Aufgrund Corona-bedingter Abstands- und Hygieneregeln muss die Teilnehmerzahl wahrscheinlich auch im September noch begrenzt werden. Bitte melden Sie sich bis 30. Juli über das Formular unten an. Es wird Ihnen zeitnah mittgeteilt, ob Sie an der Konferenz teilnehmen können oder ob Sie zunächst auf der Warteliste aufgenommen werden. Den Veranstalter*innen ist an einer möglichst ausgewogenen Teilnahme von Personen aus allen relevanten Kontexten gelegen. Das wird bei der Anmeldung berücksichtigt.

Anmeldeformular

Markt der Möglichkeiten

Firmen und Organisationen aus dem Natursteinbereich sind herzlich eingeladen, sich während der Konferenz auf einem Markt der Möglichkeiten zu präsentieren. Interessierte mögen sich möglichst bald mit Tina Haupt (siehe unten) in Verbindung setzen!

Veranstalter

Werkstatt Ökonomie e.V. (Heidelberg)
Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung – WEED e.V. (Berlin)

Kooperationspartner

Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.
Kirchlicher Entwicklungsdienst (KED) Baden
Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB)
Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof

Gefördert von

Engagement Global gGmbH mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) des Landes Berlin

Kontakt

Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie, Tel. 06221 43336-11, uwe.kleinert@remove-this.woek.de

Tina Haupt, Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED), Tel. 030 27596644, tina.haupt@remove-this.weed-online.org

"Wie der Staat fair einkaufen will"

Aktueller Artikel im Deutschlandfunk zu fairer öffentlicher Beschaffung

Bei der öffentlichen Beschaffung muss immer das wirtschaftlichste Angebot ausgewählt werden. Wie können da ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden? In einem aktuellen Artikel im Deutschlandfunk zur fairen öffentlichen Beschaffung kommen Beschaffer*innen, Politiker*innen sowie Vertreter*innen von NGOs zu Wort. Themen sind unter anderem fehlende Transparenz bei den Unternehmen, fehlende Vergabestatistiken zur nachhaltigen und fairen Beschaffung, Aufwands- und Know-How-Probleme. Bemängelt wird auch die Uneinigkeit über die Rolle von fairen und sozialen Kriterien bei der öffentlichen Beschaffung. Es gibt zwar bereits Beratungsangebote zu fairer öffentlichen Beschaffung, doch die ist bisher vom Engagement Einzelner, der Unterstützung durch NGOs und Einzelpersonen abhängig.

Durch klare politische Vorgaben und Unterstützung könnte faire öffentliche Beschaffung deutlich vorangetrieben werden. Das wäre auch eine große Erleichterung und Chance für kleinere Unternehmen, die schon jetzt viel Wert auf Nachhaltigkeit und faire und soziale Standards entlang der Lieferkette legen.

Zum Artikel gibt es auch einen ca. 18 minütigen Hörbeitrag, zu dem Sie auch über den untenstehenden Link gelangen.

Den Artikel im Deutschlandfunk zur fairen öffentlichen Beschaffung finden Sie hier.

Netzwerkinitiative 2020 - digital

Ein Überblick zur digitalen Veranstaltung vom 27.05.2020

Die diesjährige Netzwerkinitiative "Fair voran in NRW! Nachhaltige Beschaffung in NRW aktiv gestalten" fand aufgrund der aktuellen Lage in Form von Online-Veranstaltungen statt. Es wurden drei unterschiedliche Foren angeboten: Forum I "Mythen der fairen Beschaffung und wie man ihnen begegnet - ein Kommunikationstraining", Forum II "Siegelklarheit in öffentlichen Ausschreibungen" und Forum III "Küchenheld*innen gesucht - Wie können in der Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung Nachhaltigkeitskriterien stärker verankert werden?". Insgesamt haben rund 70 Personen aus 36 Kommunen teilgenommen. Vetreten waren Aktive aus Zivilgesellschaft, kommunaler Verwaltung, Weltläden, Fairtrade-Town-Steuerungsgruppen und der Wissenschaft.

Einige der Teilnehmenden hatten schon erste praktische Erfahrungen mit den behandelten Themen, andere haben sich bisher schon im Internet, durch Broschüren oder andere Veranstaltungen informiert und wieder andere kamen bei der Netzwerkinitiative zum ersten Mal mit dem Thema der nachhaltigen Beschaffung in Berührung. Wir sind sehr zufrieden, dass wir so viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen erreichen und für das Thema "nachhaltige Beschaffung" gewinnen konnten. Trotz des digitalen Formats konnten sich alle Teilnehmenden über das Frage-und-Antwort-Tool aktiv in die Veranstaltung einbringen - das wurde intensiv genutzt und führte zu regem Austausch zwischen Teilnehmenden und Referent*innen während der Veranstaltungen. Auch kleine Umfragen während der Vorträge lockerten die Online-Veranstaltungen ein wenig auf. Insgesamt bewerten wir die Netzwerkinitiative als erfolgreich und sind zufrieden, dass die Vernetzung und der Austausch so gut geklappt hat.

Forum I „Mythen der fairen Beschaffung und wie man ihnen begegnet- Ein Kommunikationstraining“

Diese Videokonferenz mit Mona Offenberg als Referentin war ein interaktives Training. Die Teilnehmenden erhielten hilfreiche Tipps zu Diskussionsführung und zielführender Argumentationsweise. In Kleingruppen konnte angewendet und geübt werden, wie unterschiedlich schnell man durch offene und geschlossene Fragen an Informationen kommt und wie wichtig fragen, paraphrasieren und zusammenfassen für eine gelungene Diskussion sind. Dieses Training war auf maximal 15 Teilnehmende begrenzt, doch die Nachfrage war so groß, dass insgesamt noch drei weitere Trainings angeboten wurden.

Forum II „Siegelklarheit in öffentlichen Ausschreibungen“

André Siedenberg, Anwalt für Vergaberecht, führte in diesem Online-Seminar in das Thema Siegel und Nachweise zu Nachhaltigkeit und Fair Trade in öffentlichen Ausschreibungen ein. Durch eine ansprechende Präsentation erhielten die fast 50 Teilnehmenden einen Überblick über die verschiedenen Siegel, die es bei einer global verantwortlichen öffentlichen Beschaffung zu beachten gilt. Während des Vortrags kam von Seiten der Teilnehmenden das Handbuch „Unter der Lupe“ von FEMNET zur Sprache, das Gütezeichen und andere Nachweiskontrollen vorstellt. Außerdem wurde über die Definition von „regional“ gesprochen und Ideen, das Thema Schulverpflegung als Teil des pädagogischen Programms einzuführen, aufgegriffen.

Das Handbuch „Unter der Lupe“ von FEMNET finden Sie hier.

Forum III „Küchenheld*innen gesucht – Wie können in der Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung Nachhaltigkeitskriterien stärker verankert werden?“

Dinah Hofmann eröffnete die Veranstaltung mit einer Präsentation über das Projekt „Kantine Zukunft“ in Berlin. Dort ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin aktiv. Das Projekt setzt sich für faire, bio-regionale Kita- und Schulverpflegung ein. Aus der Präsentation konnten Ansatzpunkte und Möglichkeiten zur Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in der Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung gezogen werden. Anschließend präsentierte Cornelia Espeter von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW deren Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit in Kita- und Schulverpflegung. Mit kleinen Umfragen hatten die Teilnehmenden trotz digitaler Form, Möglichkeit zu aktiver Teilnahme. Hierbei sollten sie beispielsweise einschätzen, ob in Mensen Speiseabfälle eher gemessen werden, wenn es Unterstützung seitens der Schulen gibt und welche Konsequenzen daraus resultieren könnten. Diese Einschätzungen wurden dann mit zuvor erhobenen Daten verglichen.

Mehr Informationen zum Projekt „Kantine Zukunft“ finden Sie hier.

Mehr Informationen zur Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW finden sie hier.

Kleine Kniffe: Das Magazin für nachhaltigen Einkauf

Artikel zum Thema "Global verantwortliche Beschaffung in NRW" veröffentlicht

In der aktuellen Ausgabe des Nachhaltigkeitsmagazins „Kleine Kniffe“ hatten wir die Möglichkeit unser Projekt in einem Artikel zum Thema „Global verantwortliche Beschaffung in NRW“ vorzustellen. Damit haben wir viele Städte und Kommunen auf einmal erreichet. Im Rahmen des Projektes „Freiwillig Fair – für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW“ veranstalten wir unter anderem regionale Workshops für Beschaffer*innen sowie zivilgesellschaftliche, kirchliche und politische Akteur*innen. Bei den Veranstaltungen und im veröffentlichten Artikel wird betont, wie wichtig faire Beschaffung für die Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Lieferkette ist. Außerdem wird deutlich, dass faire Beschaffung ein stetiger Prozess ist: Für eine langfristige Veränderung müsste Nachhaltigkeit kommunale Pflichtaufgabe werden.

Seit Oktober 2017 erscheint zweimal im Jahr das Nachhaltigkeitsmagazin „Kleine Kniffe“. Darin finden sich Artikel, aktuelle Angebote, Praxisbeispiele und Informationen rund um den nachhaltigen Einkauf. Themen sind beispielsweise nachhaltige Beschaffung, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion und Distribution und Zertifizierung. Alle Städte und Kommunen ab 7.000 Einwohner*innen, alle Landkreise und rund 500 ausgewählte Bundesbehörden erhalten die kommunale Ausgabe kostenfrei. Die ökumenische Ausgabe geht ebenfalls kostenfrei an Institutionen der evangelischen und katholischen Kirche sowie an die Diakonie und Caritas. Die Leser*innen erhalten einen Einblick in Netzwerkaktivitäten, Hinweise auf Initiativen und Tipps für nachhaltigen Einkauf und dessen Rahmenbedingungen.

Den Artikel "Global verantwortliche Beschaffung in NRW" finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitsmagazin "Kleine Kniffe" finden Sie hier.

Unter der Lupe

Handbuch von FEMNET zur fairen Beschaffung

Die Broschüre richtet sich an Beschaffungsverantwortliche in Städten und Kommunen, die sich für die Einführung und Weiterentwicklung einer fairen öffentlichen Beschaffung einsetzen. Seit dem 27. Mai 2020 ist sie auch online verfügbar. Das Handbuch stellt Gütezeichen und alternative Nachweiskontrollen zur fairen Beschaffung von Arbeitskleidung und Schuhen vor. Die Nachweisführung für diese Produkte wird „unter die Lupe“ genommen.

Das Online-Handbuch "Unter der Lupe Arbeitskleidung und Schuhe mit belastbaren Nachweisen fair beschaffen" finden Sie hier.

Weitere Broschüren von FEMNET zum Thema faire Beschaffung finden Sie hier.

Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung

Online-Austausch war ein voller Erfolg!

Am Dienstag, den 19.05.2020 haben wir in Kooperation mit der Eine-Welt-Regionalstelle Bergisches Land und der GEPA-the Fairtrade Company einen Online-Austausch zum Thema "Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung – fair und nachhaltig gestalten" veranstaltet. Damit wurden fast 20 Teilnehmer*innen aus dem Bergischen Land, dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und sogar aus Berlin erreicht. Sie alle sind in Kommunalverwaltungen, NGOs, Start-Ups, Fairtrade-Steuerungsgruppen etc. aktiv. Nach einer interaktiven Kennenlern-Runde, hielt Dinah Hoffmann von der Kantine Zukunft aus Berlin einen Vortrag über das Projekt und darüber wie Außer-Haus-Gemeinschaftsversorgung nachhaltiger und fairer gestaltet werden kann.

In Kleingruppen wurde diskutiert, was aktuell schon in den Kommunen zur fairen und nachhaltigen Außer-Haus-Gemeinschaftsverpflegung passiert, wer sich schon wie mit dem Thema auseinandergesetzt hat und Hinweise und Tipps wurden ausgetauscht. Diese Informationen wurden danach in der großen Gruppe gesammelt. Bei der abschließenden Feedback-Runde wurde deutlich, wie gut dieser digitale Austausch aufgenommen wurde. Es war schön zu sehen, dass viel Interesse besteht, etwas zu bewegen und dass man sich trotz Kontaktbeschränkungen treffen kann – manche hätten bei einem physischen Treffen sogar eher nicht teilnehmen können.

Bei Fragen oder für weitere Informationen zum Treffen oder dem Thema allgemein wenden Sie sich gerne an Lara Ardicoglu unter lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz.nrw oder 0211-41749995 oder an Sophia Merrem unter s.merrem@remove-this.fsi-forum.de oder 01636193827.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt Kantine Zukunft.

Gründung des Vereins Fair IT yourself

Bildungsverein für faire IT-Produkte

Logo Fair IT yourself

Im Februar 2020 gründete Lena Becker den Verein "Fair IT yourself". Ein Bildungsverein, der sich hauptsächlich an Multiplikator*innen der Bildungsarbeit und an die Maker-Szene richtet. Es geht darum, die faire Produktionsweise schon in der Planung von Projekten als selbstverständlich mit einfließen zu lassen und die Bildung zur fairen IT langfristig lebendig zu halten. Dafür wird ein breites Netzwerk an Multiplikator*innen in ganz Deutschland aufgebaut und ausgebildet. Nach und nach sollen so die fairen IT-Produkte die Konventionellen auf dem Markt ersetzen, um so mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Fairen Handel in der IT-Branche zu etablieren.

Ab April 2020 starten Workshops im Rahmen der Bildungsoffensive „LERNORT FAirBRIK: Multipliaktor*innen für faire Elektronik begeistern“. Dabei sollen Produktion erlebbar gemacht und konkrete Lösungsansätze entwickelt werden. Außerdem werden die Teilnehmenden für die Wichtigkeit von fairen Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie sensibilisiert.

Hier finden Sie mehr Informationen zum neu gegründeten Verein und der Bildungsarbeit.

Neue FEMNET-Studie und Broschüre

Herstellung von Arbeitskleidung in Indien und Tunesien

Titelbild Handbuch fair beschaffen von FEMNET

Handbuch "Fair beschaffen" von FEMNET

Extrem niedrige Löhne, befristete Verträge und die Unterdrückung von Gewerkschaften: Die Studien "Workwear made in India" und "Workwear made in Tunisia" kritisieren die prekären Arbeitsverhältnisse in der Herstellung von Berufsbekleidung in Indien und Tunesien. Eingekauft werden solche Waren auch von öffentlichen Institutionen in Deutschland. Uniformen, Warnjacken und Sicherheitshosen sollen unter anderem Beschäftigte in Deutschland schützen. Doch welchen Schutz erfahren die Personen, die diese Kleidungsstücke herstellen?

"Workwear made in India": Studie (auf Englisch) und Factsheet (auf Deutsch)

"Workwear made in Tuinisia": Studie (auf Englisch) und Factsheet (auf Deutsch)

Im Handbuch "Fair beschaffen. So machen es kleine Kommunen" geht es um den Einkauf der öffentlichen Hand. Immer mehr Kommunen machen sich auf den Weg, um fair(er) zu beschaffen. Doch nicht immer ist die konkrete Umsetzung so einfach. FEMNET hat kleine Kommunen zu einer fairen Einkaufspraxis beraten. Nun werden die "lessons learnt" in einem Handbuch zusammengefasst: Die Beispiele zeigen, dass es Wege gibt etwas zu erreichen - auch wenn die Personaldecke dünn ist, die politische Rückendeckung (noch) fehlt oder rechtliche Unsicherheiten vorhanden sind.

Die Broschüre von FEMNET finden Sie hier.

Faire Veranstaltungen im Ruhrgebiet

Neuer Leitfaden erklärt wie es geht!

Titelbild Veranstaltungsflyer

Fachtagungen und Events nachhaltig und fair auszurichten ist eine Herausforderung, der sich mehr und mehr kommunale und private Organisator*innen stellen. Die Faire Metropole Ruhr hat eine neue, vollständig überarbeitete und um viele spannende Themen ergänzte Version des Leitfadens „Fair veranstalten – eine Gebrauchsanweisung für nachhaltige Events“ veröffentlicht. Sie gibt Tipps für eine umweltgerechte und sozial verträgliche Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen. Wichtige Aspekte bei der Planung sind etwa die Verwendung umweltfreundlicher und fair gehandelter Produkte, Energieeffizienz, Abfallmanagement, regionale Wertschöpfung sowie soziale Verantwortung.

Kostenloser Download unter www.faire-metropole.ruhr/fairveranstalten

Die gedruckte Version kann (gegen Übernahme der Versandkosten) über das Projektbüro in Herne (info@remove-this.faire-metropole.ruhr oder 02323 99497-10) bestellt werden.

Fairer Einkauf von Spielzeug ist möglich

Studie zu Pilotprojekt der Stadt Köln und CIR zu Spielzeug erschienen

Christliche Initiative Romero

Häufig finden sich in der Wertschöpfungskette von Spielzeugen Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen wieder. Ein von der Stadt Köln und der Christlichen Initiative Romero (CIR) durchgeführtes Pilotprojekt beschäftigte sich mit der öffentlichen Beschaffung von Spielzeug. Ein wichtiges Ergebnis war, dass menschenrechtliche Sorgfaltspflichten, wie sie im nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte beschrieben werden, in der öffentlichen Beschaffung von Spielzeug eingefordert werden können.

Aufgrund der großen Mengen an Spielzeug, die Kommunen für ihre Kitas einkaufen, ist es nötig,sich dieser Einkaufsmacht bewusst zu werden und für positive Veränderungen zu nutzen.

Die nun aus dem Pilotprojekt entstandene Broschüre "Spielzeug sozial verantwortlich beschaffen. Ein Pilotprojekt der Stadt Köln" enthält die Hintergründe der Studie, dokumentiert die Durchführung eines Bieterdialogs und bildet die Fragebögen ab, die für die Abfrage von Bietern zu sozialen Kriterien eingesetzt worden sind. Diese Fragebögen können von öffentlichen Auftraggebern benutzt und angepasst werden.

Die Broschüre ist als PDF zum Download kostenlos verfügbar oder kann als Printversion für 4 € erworben werden.

Broschüre "Spielzeug sozial verantwortlich beschaffen. Ein Pilotprojekt der Stadt Köln"- Informationen zur Bestellung

Lebensmittel fair beschaffen

Neuer Praxisleitfaden der CIR zur fairen Beschaffung von Lebensmitteln

Christliche Initiative Romero e.V.

Im Praxisleitfaden "Sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln" sind jegliche Erfahrungen der Christlichen Initiative Romero (CIR) zum Thema faire Beschaffung von Lebensmitteln zusammengefasst und mit konkreten Vorschlägen für Bund, Länder und Kommunen verknüpft.
Mithilfe von Praxistipps, Argumentationshilfen, rechtlichen Hinweisen sowie Mustertexten für Ausschreibungen, bietet die CIR in diesem Handbuch eine weitreichende Unterstützung und Hilfestellung in der global verantwortlichen Beschaffung von Lebensmitteln.

Der Leitfaden ist als kostenloser Download verfügbar oder kann als Druckversion kostenpflichtig für 2 € bestellt werden.

Praxisleitfaden "Sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln"- Informationen zur Bestellung

Neues Handbuch zu IT und Natursteinen

Broschüre von WEED zu fairer öffentlicher Beschaffung

WEED e.V.

Die Nichtregierungsorganisation WEED gibt in dem Handbuch "Sozial verantwortliche Beschaffung am Beispiel Natursteine und IT-Produkte" einen Überblick über die bestehenden Möglichkeiten zur Verankerung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in öffentlichen Ausschreibungen. Am Beispiel von Natursteinen und IT-Produkten werden Einflussmöglichkeiten und die Verantwortung öffentlicher Beschaffungsstellen aufgezeigt.

Darüber hinaus bietet das interaktive Handbuch praktische Hilfsmittel, die eine sozial verantwortliche Beschaffung erleichtern und klärt über häufig aufkommende Unklarheiten auf.


Das Handbuch beleuchtet zudem Nachweismöglichkeiten und deren Monitoring, um die verankerten Sozial- und Umweltstandards in Ausschreibungen auch angemessen überprüfen zu können. Anhand von best practices- Beispielen wird dabei aufgezeigt, wie eine nachhaltige Beschaffungspraxis in der Praxis bei Natursteinen und IT-Produkten gestaltet werden kann.

Das Handbuch kann für eine Gebühr von 2€ bei WEED bestellt werden und ist auch als mobile interaktive Version zum Download kostenlos erhältlich.

 "Sozial verantwortliche Beschaffung am Beispiel IT-Produkte und Natursteine"- Bestellung der Druckversion

"Sozial verantwortliche Beschaffung am Beispiel IT-Produkte und Natursteine"- interaktive Version zum Download

Bundesregierung verfehlt eigene Ziele bei nachhaltiger Beschaffung

Offener Brief an das Bundeskanzleramt

Bundeskanzleramt

Die Bundesregierung kündigte in ihrem "Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit" 2015 an, bis 2020 möglichst die Hälfte aller Textilien nach ökologischen und sozialen Kriterien zu beschaffen. Nach über vier Jahren hat sie aber noch nicht einmal den Stufenplan vorgelegt, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll.
17 Organisationen fordern die Bundesregierung nun in einem offenen Brief auf, endlich den Stufenplan vorzulegen und Textilien fair und ökologisch einzukaufen.

Offener Brief an das Bundeskanzleramt

Faire Beschaffung in 2019

Projektbrief "Freiwillig Fair" zum Jahresabschluss

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu- diesen Jahresabschluss haben wir zum Anlass genommen in unserem Projektbrief "Freiwillig Fair" über unsere zurückliegenden Aktivitäten in 2019 zu informieren und einen Ausblick zu geben, was 2020 bereits geplant ist.

So stehen bereits drei neue Regionale Workshops für das Frühjahr 2020 fest sowie mit dem 27.05.2020 der Termin für die 9. Netzwerkinitiative, der NRW-weiten Fachtagung zu fairer öffentlicher Beschaffung.

Projektbrief "Freiwillig Fair" zum Jahresabschluss

Kompass Nachhaltigkeit

Neues Vergabetool verfügbar

pixabay_muffelz

Der Kompass Nachhaltigkeit bietet seit kurzem mit dem "Vergabetool" eine neue praktische und innovative Funktion. Es soll Beschaffungsverantwortlichen helfen, die Ausschreibungsunterlagen für eine nachhaltige Beschaffung vorzubereiten, um so eine an die Marktlage und den Bedarfsgegenstand gut angepasste Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien zu finden.

Das Tool führt durch maximal sieben Entscheidungsschritte, mit denen geprüft werden kann, wie ökologische und soziale Kriterien in die Ausschreibung integriert werden können. Beim Durchlaufen der Entscheidungsschritte müssen die Anwender*innen angeben, in welchem vergaberechtlichen Rahmen (Bundesland/Kommune) sich diese bewegen 

und welches Produkt konkret gesucht wird. Danach erfolgt eine Marktanalyse, bei der abgefragt wird, ob bereits Gütezeichen für das Produkt bestehen und wie es mit der Verfügbarkeit von Anbieters des Bedarfsgegenstandes aussieht. Darauf folgt die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Beschaffung und zum die Schluss die Verfahrensart (Direktkauf, öffentliche oder beschränkte Ausschreibung etc).
Dabei werden alle Eingaben protokolliert und stehen als PDF und Textdokument zur Verfügung.

Kompass Nachhaltigkeit: Vergabetool

Grabsteine ohne Kinderarbeit

Gesetzliche Zertifizierungspflicht für Grabsteine ab 2020 in NRW

pixabay_cocoparisienne

Schon seit mehreren Jahren läuft in der Landesregierung der Prozess wirksame Regelungen gegen Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verankern.

Nun steht fest, dass Grabsteine aus Indien, Vietnam, den Philippinen und China nur aufgestellt werden dürfen, wenn ein entsprechendes Zertifikat nachgewiesen werden kann.
Dafür von der Landesregierung anerkannte Zertifizierungsstellen entscheiden darüber, ob Grabsteine hinreichend wahrscheinlich ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt worden sind und wiesen die Grabsteine dementsprechend aus.
Als erste Zertifizierungsstelle ist bisher der Verein Xertifix e.V. anerkannt worden.

Sollten Grabsteine aus den genannten Ländern ohne diesen Nachweis aufgestellt werden, können Geldbußen bis zu 3.000 € verhängt werden.

Die gesetzliche Zertifizierungspflicht soll ab dem 01.01.2020 in Kraft treten und wirksam werden.

Fair voran in Norddeutschland

Schleswig-Holstein richtet Kompetenzzentrum für nachhaltige Beschaffung ein

Landeskabinett Schleswig-Holstein ©Frank Peter

Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat erstmals ein "Kompetenzzentrum für nachhaltige Vergabe und Beschaffung" eingerichtet. Dieses Kompetenzzentrum umfasst eine Personalstelle und soll Beschaffungsstellen und Kommunen bei Fragen der nachhaltigen Beschaffung beraten. Langfristig können so Kommunen darin unterstützt werden Nachhaltigkeitskriterien in ihren Ausschreibungen stärker zu berücksichtigen.
Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Neue Factsheets zu Berufsbekleidung

Neue FEMNET-Materialien zur Berufsbekleidungsindustrie

pixabay_Yerson Retamal

Im Rahmen von drei im September 2019 veröffentlichten Factsheets stellt Femnet e.V die Ergebnisse von Studien zu den Arbeitsbedingungen in der Berufsbekleidungsindustrie vor. In zwei Factsheets wird konkret die arbeitsrechtliche Situation der Frauen in Indien und Tunesien anschaulich und eindrücklich dargestellt. In dem dritten Dokument klärt Femnet e.V  dabei auch über die Rolle und Verantwortung europäischer Unternehmen und der öffentlichen Hand auf.

Die Publikationen stehen kostenlos als pdf-Download zur Verfügung

Femnet-Factsheet "Berufsbekleidung-Arbeitbedingungen in Indien" (pdf)

Femnet-Factsheet "Berufsbekleidung-Arbeitbedingungen in Tunesien" (pdf)

Femnet-Factsheet "Berufsbekleidung-Rolle der europäischen Unternehmen und der öffentlichen Hand" (pdf)

Neue Leitlinien der EU-Kommision

EU veröffentlicht freiwillige Kriterien zur nachhaltigen Beschaffung

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Unter dem Titel "EU Green Public Procurement Criteria for food, Catering Service and vending machines" hat die EU-Kommission freiwillige Leitlinien für die nachhaltige Beschaffung von Lebensmitteln, Cateringdienstleistungen und Verkaufsmaschinen veröffentlicht. Die in den Leitlinien enthaltenden Kriterien beziehen sich vor allem auf den Umweltbereich, berücksichtigen aber auch Aspekte wie Tierwohl und die Regionalität der Lebensmittel.

In dem Dokument wird eine neu entwickelte Systematik vorgestellt mit welcher durch ein Punktesystem, sich die Nachhaltigkeit einer Beschaffung in den drei genannten Bereichen messen lässt.

Die finalisierte Fassung vom 27.09.2019 liegt bisher nur in englischer Sprache vor.

COM Staff Working Document: EUGreen Public Procurment for fodd, Catering Services and vending machines (SWD(2019)) 366 final vom 27.09.2019 (pdf)

Potenziale der nachhaltigen Beschaffung nutzen

Rat für Nachhaltige Entwicklung spricht Empfehlung aus

Bundesregierung/Bernd Kühler

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat am 30.09.2019 die Empfehlung "Nachhaltige Beschaffung: Möglichkeiten ergreifen!", die sich an Bundesministerien, zentrale Beschaffungsstellen sowie Behörden und Einrichtungen der unmittelbaren Bundesverwaltung richtet, veröffentlicht.

In dem Papier fordert das Beratungsgremium der Bundesregierung die Hebelwirkungen der öffentlichen Beschaffung für die Nachhaltigkeit zu nutzen. Für eine erfolgreiche Umsetzung empfiehlt der Rat das Maßnahmenprogramm aktiv für eine Steuerung der öffentlichen Beschaffung des Bundes in Richtung Nachhaltigkeit zu nutzen, Nachhaltigkeitskriterien in der öffentlichen Beschaffung verbindlich vorzugeben,

mehr und qualifiziertes Personal in den Beschaffungsstellen zu platzieren,die nachhaltige öffentliche Beschaffung wirtschaftspolitisch zu nutzen und die Vorbildfunktion durch mehr öffentliche Kommunikation zu stärken.

"Nachhaltige Beschaffung: Möglichkeiten ergreifen! Empfehlungen zur Praxis der öffentlichen Beschaffung und dem Leitprinzip der nachhaltigen Entwicklung" des Rates für Nachhaltige Entwicklung (pdf)

"Freiwillig Fair" unterwegs in NRW

Projektvorstellung bei Veranstaltungen des Fairen Handels

Quelle: Eine Welt Netz NRW

Stand bei diesjähriger Fairtrade Night in Köln

Mit unserem Projekt "Freiwillig Fair-für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW" waren wir im September bei verschiedenen Veranstaltungen unterwegs. So waren wir bei der Messe "Fair Friends" in Dortmund, dem Kongress "Fair begegnen- Fair gestalten. Kongress der Ideen und Taten" von Fairtrade Deutschland und der SKEW/EG, bei den Bedburger Schlossgesprächen und der Kölner Fairtrade Night vertreten.

Dabei haben wir unsere Bilderausstellung "Hier und Dort- global verantwortliche Beschaffung in NRW" präsentiert und die Besucher*innen über das Projekt und dem Anliegen und Zielen der fairen öffentlichen Beschaffung informiert und diskutiert.

Neben den vielfältigen Informationsmaterialien und der Plakatserie "Freiwillig Fair-Jetzt!", gab es auch einen interaktiven Teil für die Standbesucher*innen. Anhand eines kleines Brettspiels konnten die Besucher*innen auf kurzweilige Art erfahren, was die faire öffentliche Beschaffung bedeutet und warum dies eine relevantes Thema ist. Darüber hinaus gab es in Form von kurzen Quizfragen oder Rätseln diverse Infos zu den Produkten, die für Kommunen im Einkauf besonders wichtig sind und zu deren Herstellungsbedingungen für Mensch und Umwelt.

Projektflyer "Freiwillig Fair-für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW" (pdf)

Faire Beschaffung in NRW voranbringen

8. Netzwerkinitiative zu nachhaltiger Beschaffung des Eine Welt Netz NRW

Unter der Überschrift "Freiwillig Fair-Jetzt! Gemeinsam engagiert für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW" diskutierten rund 50 Teilnehmende aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und der kommunalen Verwaltung am 04.07.2019 in der Mercatorhalle in Duisburg.                                                                                        Nach einem Grußwort von Christiane Overkamp, Geschäftsführerin der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, folgten Impulsvorträge zu den strategischen Potentialen der fairen öffentlichen Beschaffung sowie die Vorstellung des digitalen Einkaufskatalog der Landeshauptstadt Mainz. In diesem sind eine Vielzahl an fairen und umweltverträgliche Produkte enthalten und Beschaffungsverantwortliche können dadurch ohne Mehraufwand faire Produkte beschaffen.

In der sich daran anschließenden Podiumsdiskussion debattierten die die Diskutant*innen aus Zivilgesellschaft, dem Wirtschaftsministerium NRW, der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und dem Deutschen Städtetag NRW über die Novellierung des Tariftreue- und Vergabegesetz NRW. Die Kritiker*innen der Änderung führten an, dass NRW eine wichtige Vorbildfunktion bezügliche fairer öffentlicher Beschaffung für andere Bundesländer gewesen sei und diese Signalfunktion nun nicht mehr bestehe. Für die Befürworter*innen der Neufassung des TVgG hingegen, bedeutet das Gesetz eine Zugewinn an Freiheit für die Beschaffungsstellen und dass die Wirtschaft bezüglich der zuvor geforderten Nachweise nicht mehr überfordert wird.

In den parallelen Praxisforen lag der Fokus auf den Produktgruppen Berufs-und Arbeitsbekleidung und IT und darauf wie ein gesellschaftliches Engagement aussehen kann um die global verantwortliche Beschaffung voranzubringen.

Pressemitteilung Eine Welt Netz NRW "Gemeinsam die faire Beschaffung in NRW voranbringen- 8. Netzwerkinitiative zu nachhaltiger Beschaffung des Eine Welt Netz NRW"

Faire Beschaffung im Ruhrgebiet

Workshop "Freiwillig Fair" im Rathaus Essen

Der dritte Regionale Workshop zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung Rahmen des Projektes "Freiwillig Fair" fand diesmal am 15.05.2019 im Rathaus der Fairtradetown Essen statt. In Kooperation mit der Fairen Metropole Ruhr waren städtische Vertreter*innen wie auch zivilgesellschaftliche Akteure aus dem gesamten Ruhrgebiet zu der Veranstaltung eingeladen worden.

Als Anwalt für Vergaberecht, stellte André Siedenberg die rechtlichen Werkzeuge vor, die für eine nachhaltige Beschaffung relevant und entscheidend sind. Mit seinem Vortrag verdeutlichte er den Teilnehmenden, dass aus rechtlicher Sicht soziale, arbeits- und menschenrechtliche Beschaffungskriterien in Ausschreibungen zulässig und möglich sind. 

Zum Thema Arbeitsschuhe referierte Anton Piper vom Südwind Institut. Er beleuchtete einerseits die Menschenrechtsverletzungen entlang der Wertschöpfungskette von Arbeits-und Sicherheitsschuhen, andererseits zeigte er Möglichkeiten auf, wie auch eine nachhaltigere Beschaffung von Arbeitsschuhen gelingen kann.

In dem sich daran anschließenden Austausch der Teilnehmenden, die unter anderem aus  Dortmund, Unna, Essen, Waltrop, Duisburg, Bochum und dem Kreis Wesel angereist waren, wurde diskutiert, was im Bereich der nachhaltigen Beschaffung schon passiert und welche Herausforderungen bei der Umsetzung bestehen.
Mit der Vorstellung der vielfältigen Beratungsangeboten im Bereich der global verantwortlichen Beschaffung , wurde den Teilnehmer*innen jedoch vermittelt, dass diese bei ihrem Vorhaben, nachhaltig zu beschaffen, nicht alleine sind und Unterstützung erhalten können.

So war nach Abschluss der Tenor der anwesenden Vertreter*innen aus Kommunen und Zivilgesellschaft, dass viele ermutigt aus der Veranstaltung gehen und versuchen das Thema weiter in ihre Strukturen hineinzutragen.

Handreichung zur Arbeitshilfen und Beratungsangeboten (pdf)

Fact Sheet: "Warum nur sicher und nicht auch fair-Öffentliche Beschaffung von Sicherheitsschuhen für Kommunen" (Südwind Institut) (pdf)

Doppelerfolg für MaxTex

Auszeichnung für Unternehmensethik und starker Zuwachs von Neu-Mitgliedern

Die Vereinigung MaxTex ist ein aktives Netzwerk von Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, des textil Service, von Zulieferern und wichtigen Abnehmergruppen sowie jungen Start-ups. Max Tex verfolgt das Ziel, die nachhaltige Entwicklung der Branche zu stärken und dabei die besonderen Anforderungen der Kunden und Endverbraucher im Hinblick auf nachhaltige Produktion und Dienstleistung zu berücksichtigen. Seit Jahresbeginn hat sich die Mitgliederzahl nahezu verdoppelt und das Netzwerk verzeichnet aktuell 30 Unternehmen. Damit sind inzwischen sämtliche Stufen der textilen Wertschöpfungskette bei MaxTex vertreten. Unter den Mitgliedern finden sich auch vier in NRW ansässige Unternehmen.

Neben dem starken Mitgliederzuwachs kann sich MaxTex auch über die Verleihung des Preises für Unternehmensethik 2018 freuen. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung, welche vom Deutschen Netzwerk Unternehmensethik e.V. vergeben wird. Bei der Preisverleihung am 27.03. in Berlin hieß es in der Dankesrede des MaxTex Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Beck:"(..)wir wünschen uns, dass unseren Kunden- Endverbrauchern, Industrie,(...)öffentlichen Institutionen und textilen Dienstleistern-klarer wird, welche Verantwortung sie bei ihren Kaufentscheidungen tragen. Wir wollen zeigen, dass nachhaltiges, verantwortliches Handeln und wirtschaftlicher Erfolg durchaus in Einklang zu bringen sind."

Pressemitteilung MaxTex 25.04.2019

Neue "Freiwillig Fair" Materialien

Mit Plakatserie und Bilderausstellung die faire Beschaffung in die Öffentlichkeit bringen

Darstellung von quadratischen Steinen

© Eine Welt Netz NRW

Mit der der neuen Plakatserie "Freiwillig fair-jetzt!" und der Bilderausstellung "Hier und Dort-global verantwortliche Beschaffung in NRW" möchten wir das Thema der nachhaltigen Beschaffung in öffentlichen Räumen sichtbar machen. Die Plakatserie umfasst vier Motive-Arbeitskleidung, IT, Lebensmittel und Natursteine. Die Plakate können kostenlos beim Eine Welt Netz NRW bestellt werden. Die vierteilige Bilderausstellung steht zum Verleih, wobei nur beim Rückversand Kosten bei den Leihenden entstehen.

Weitere Informationen sowie Vorschaubilder der Materialien finden Sie hier.

Ansprechpartnerin:

Lara Ardicoglu

Tel. 0211-87592-779

Email: Lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Fair voran in Ratingen

Zweite Veranstaltung der Workshopsreihe "Freiwillig Fair" im Kreis Mettmann

Programmablauf einer Veranstaltung

© Eine Welt Netz NRW

Unter dem Titel "Freiwillig fair-für eine global verantwortliche Beschaffung" kamen am 11.04. in der Volkshochschule in Ratingen städtische Mitarbeiter*inne und Vertreter*innen zusammen, um auf Einladung des Eine Welt Netz NRW  und der Fairtrade-Town Ratingen über eine nachhaltige öffentliche Beschaffung zu diskutieren. Wie schon bei der ersten Veranstaltung der Workshopreihe führte André Siedenberg als Anwalt für Vergaberecht in die rechtlichen Möglichkeiten einer fairen öffentlichen Beschaffung ein. Als Vertreterin der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt stellt Felicitas Schuldes neben den Beratungsangebote auch den "Kompass Nachhaltigkeit" vor. Der Kompass ist ein Onlineportal für die öffentliche Beschaffung und enthält unter anderem anschauliche

Praxisbeispielen oder Überblickdarstellungen von Anbieter*innen verschiedener fair produzierter Produkte.
Mit Anton Pieper (Südwind e.V.) und Marijke Mulder (FEMNET e.V.) wurden die Teilnehmenden darüber hinaus informiert wie ein fairer Beschaffungsprozess im Bereich von Berufsbekleidung und Arbeits- und Sicherheitsschuhen gestaltet werden kann.  

In der sich daran anschließenden Diskussion kristallisierte sich auch heraus, dass Kommunen, die den Schritt hin zur fairen Beschaffung gehen wollen, das Rad dabei nicht neu erfinden müssen. So kann es hilfreich sein, sich an den Erfahrungen anderen Kommunen zu orientieren, den "Kompass Nachhaltigkeit" zu verwenden oder die vielfältigen Arbeitshilfen und Broschüren zu nutzen,  welche Anleitungen, Praxisbeispiele und Muster für Ratsbeschlüsse oder Dienstanweisungen enthalten.

 Pressemitteilung Workshop "Freiwillig Fair" der Stadt Ratingen

Handreichung zu Arbeitshilfen und Beratungsangeboten

 

 

Neuer Leitfaden von FEMNET e.V ist da

Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen Beschaffung

Titelseite Broschüre FEMNET e.V.

Der im Auftrag von FEMNET e.V erstellte Leitfaden "Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen öffentlichen Beschaffung" zeigt die Handlungsspielräume auf, die Kommunen nutzen können um Menschenrechte bei der Vergabe zu schützen und negative ökologische Auswirkungen in der Produktion zu vermeiden. Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Beschaffung dargelegt und an welchen Stellen im Vergabeprozess soziale und ökologische Kriterien verankert werden können- unabhängig vom Bundesland oder davon, ob zentral oder dezentral und in welchem Umfang beschafft wird.Die Broschüre richtet sich primär an Beschaffer*innen, aber auch an politische Entscheidungsträger*innen.

Neben den rechtlichen Grundlagen enthält der Leitfaden zahlreiche Beispiele und Muster für Ratsbeschlüsse, Dienstanweisungen und Textbausteine für Ausschreibungen.Dieser Praxisbezug macht es Beschaffungsverantwortlichen einfacher sich auf den Weg hin zu einer ökologisch und ökologisch nachhaltigen Beschaffung zu machen.

Der Leitfaden steht kostenlos als Download zur Verfügung oder kann als Druckfassung im FEMNET-Büro bestellt werden.

Leitfaden "Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen Beschaffung"

Workshopreihe "Freiwillig Fair" gestartet

Auftakveranstaltung im Bergischen Land

© Eine Welt Netz NRW

Im Rathaus in Wuppertal- Barmen sind auf Einladung des Eine Welt Netz NRW und der Stadt Wuppertal am 21.03.2019 Vertreter*innen aus den Fairtrade-Towns Wuppertal, Solingen, Wermelskirchen und Wipperfürth(in Bewerbung) zum Workshop "Freiwillig Fair- für eine global verantwortliche Beschaffung zusammengekommen.

Den Anfang machte André Siedenberg (Anwalt für Vergaberecht) mit einer rechtlichen Einführung in die Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Beschaffung. Er betonte dabei, dass die Rechtssicherheit im nachhaltigen Beschaffungsprozess für kommunale Mitarbeitende gewährleistet sei.

Mit der anschließenden Vorstellung von Beratungsangeboten wurde den Teilnehmenden jedoch vermittelt, dass sie den Vergabeprozess nicht allein stemmen müssen, sondern sich dabei begleiten lassen können. So stellte Felicitas Schuldes das Beratungsangebot der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt vor. Im Anschluss daran legten Rosa Grabe (FEMNET e.V.) und Anton Pieper (Südwind e.V.) dar, wie sie Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure bei einer nachhaltigen Beschaffung unterstützen können.

Aus dem Kreis der Teilnehmenden kam dabei die Frage auf, wie und mit welcher Strategie zum einen Beschaffer*innen als auch der Stadtrat und der oder die (Ober)Bürgermeister*in bezüglich einer "fairen" Beschaffung erfolgreich angesprochen werden können. Dazu berichteten die Referent*innen von ihren Erfahrungen bei der Beschaffung von Arbeitskleidung und Arbeitsschuhen und wie die Zusammenarbeit mit Kommunen in diesem Bereich gestaltet werden kann.

Weitere Veranstaltungen der Workshopreihe "Freiwillig Fair":

19.02.2019 in Münster

Zu der Veranstaltung können Sie sich gerne unter lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de oder telefonisch unter 0211-87592779 anmelden.

Handreichung nachhaltige Beschaffung

Neues Informationspapier mit Beratungsangeboten und Arbeitshilfen

Mit der Handreichung haben Sie alle wichtigen Organisationen, die sich im Bereich der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung engagieren und Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure beraten, auf einen Blick. Dabei ist jeder Organisation eine zuständige Ansprechperson zugeordnet, an welche Sie sich bei Fragen oder für weitere Unterstützungsmöglichkeiten wenden können. 

Darüberhinaus sind in dem Informationspapier Arbeitshilfen, Broschüren und Publikationen gelistet, die Ihnen je nachdem eine Einführung in das Themenfeld der global verantwortlichen Beschaffung bieten, zu speziellen Produkten informieren oder Anregungen geben, wie Sie die nachhaltige Beschaffung in die kommunalpolitische Diskussion einbringen können. 

Handreichung Beratungsangebote und Arbeitshilfen

Verantwortung für Lieferketten übernehmen

Christliche Initiative Romero veröffentlicht neue Studie zur Textilproduktionsbranche

Die Christliche Initiative Romero (CIR) hat die erstmals 2013 erschienene Studie zur "Unternehmensbefragung zu Sozialstandards in der Berufsbekleidungsindustrie" im Jahr 2018 aktualisiert und bereits das vierte Mal durchgeführt. In der Studie wurden insgesamt 31 deutsche Hersteller von Berufs- und Arbeitskleidung untersucht und ihre Entwicklung aufgrund der Ergebnisse der vorherigen Umfragen verglichen. Dadurch soll Transparenz in der deutschen Textilproduktionsbranche geschaffen und der Dialog zwischen den Konsument*innen und den Unternehmen gefördert werden. Die Untersuchung richtet sich dabei sowohl an Beschaffer*innen, die Informationen über die sozial verantwortliche Produktion der Berufsbekleidungsunternehmen erhalten möchten, als auch an lokale Gruppen, die in ihrer Kommune den sozial verantwortlichen Einkauf von Berufsbekleidung fördern und unterstützen wollen. Darüber hinaus informiert die Studie Unternehmen über Möglichkeiten, soziale Standards in der Lieferkette glaubwürdig umzusetzen.

Die Studie der Christlichen Initiative Romero ist als pdf als Download verfügbar.

Firmenprofile 2018. Vierte Unternehmensbefragung zu Sozialstandards in der Berufsbekleidungsindustrie (pdf)

"Fair einkaufen in Fairtrade- Towns"

Neue Broschüre von FEMNET e.V. zu Fairer Beschaffung von Arbeitskleidung

In der im Dezember letzten Jahres erschienenen Broschüre von FEMNET e.V. „Fair einkaufen in Fairtrade-Towns–Praxistipps für die faire Beschaffung von Berufsbekleidung und Textilien“ wird darüber informiert, wie das Thema in Kommunen, insbesondere in Fairtrade-Towns, eingebracht werden kann und auf welche Weise bürokratische und praktische Hürden auf dem Weg dorthin überwindet werden können. Dazu räumt FEMNET e.V. mit Mythen zur Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffungspraxis auf und bietet anhand erfolgreicher Beispiele passende Antworten auf Fragen und Herausforderungen, welche bei der nachhaltigen Beschaffung auftreten können. Zudem enthält die Broschüre ein breites Angebot an Beratungs- und Informationsstellen und Handreichungen zur Unterstützung einer global verantwortlichen Beschaffung.

Die Broschüre kann beim FEMNET Büro als Druckversion bestellt werden und ist als PDF-Download verfügbar.

Fair einkaufen in Fairtrade-Towns – Praxistipps für die faire Beschaffung von Berufsbekleidung und Textilien (pdf) 

 

Freiwillig Fair -

für eine global verantwortliche Beschaffung

Zwei Männer präsentieren auf einem Laufsteg Arbeitskleidung

Messe Westfalenhallen_Fa!r2012_Anja Cord

Das Projekt „Freiwillig Fair-für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW“ möchte dazu beitragen, dass Kommunen ihre Einkaufsmacht zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der weltweiten Konsumgüterproduktion einsetzen. Ein wichtiger Baustein, um Kommune zu motivieren, freiwillig ihre Beschaffungspraxis global verantwortlich gestalten, stellt die Durchführung von Regionalen Workshops in 2019 und 2020 dar. Diese bieten eine Einführung in die rechtlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Beschaffung, stellen weitergehende Beratungsangebote vor und geben Raum zur Vernetzung. In 2019 und 2020 ist zudem als NRW Fachtagung die „Netzwerkinitiative zur global verantwortlichen Beschaffung geplant.

Ansprechpartner*in:

Lara Ardicoglu

lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Tel.:0211-87592779

 

Jürgen Sokoll

juergen.sokoll@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

 Tel.:0211-6009252

Menschenrechte ohne Nachweispflicht

NRW-Regierung streicht Menschenrechte aus dem Vergaberecht

Aussenansicht Landtag NRW

Bildarchiv Landtag NRW Bernd Schälte

Der Landtag NRW hat die Nachweispflicht zur Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW gestrichen. Mit der Gesetzesänderung ist eine landesweit einheitliche Regelung, die die öffentliche Beschaffung auch an Menschenrechten und Umweltstandards ausrichtet, abgeschafft. Freiwillig können Kommunen und Landesvergabestellen noch den Nachweis einfordern, dass bei der Herstellung z.B. von Arbeitskleidung Arbeitsrechte und Umweltstandards eingehalten wurden. Jede Kommune muss sich aber nun eine eigene Regelung für eine nachhaltige Beschaffung erarbeiten. Mitglieder des Bündnisses für öko-soziale Beschaffung , in dem das Eine Welt Netz NRW auch aktiv ist, betrachten dies als einen Schritt in die falsche Richtung.

 

Hier die Pressemitteilung als Download.

Glaubwürdigkeit gefährdet

Streichung der Nachweispflicht bei öffentlicher Beschaffung droht

Das Eine Welt Netz NRW hat eine Stellungnahme zur, durch die Landesregierung geplanten, Änderung des Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW) verfasst und zur Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Landtag NRW am 15.12.2017 eingereicht.
Die Gesetzesänderung sieht u.a. die Streichung der Nachweispflicht für Umwelt- und Sozialstandards vor. Damit verliert die öffentliche Hand an Glaubwürdigkeit, sich für die Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards, auch im Sinne der Sustainable Development Goals konsequent einzusetzen. Der scheinbare Bürokratieabbau durch das sogenannte Entfesselungspaket I geht hier zu Lasten der arbeitenden Menschen in den globalen Lieferketten.

Download unserer Stellungnahme als pdf hier.

 

Ansprechpartner: 

juergen.sokoll@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Tel.: 02 11 - 60 09 -252

 

 

Eine Welt Netz NRW @ 2020
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