Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer die Polizei-Uniformen einkauft? Oder wer die Spielzeuge für die Kindergärten in NRW bezahlt? Oder vielleicht woher die Pflastersteine in der Fußgängerzone Ihrer Stadt kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Themenbereich "Faire Beschaffung NRW". Stadtverwaltungen sind für die Beschaffung von einer Vielzahl an Produkten zuständig. Hergestellt werden diese meist in sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenländern. Dort kommt es in der Produktion zu massiven Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen. Finanziert werden die Einkäufe mit unseren Steuergeldern. Dabei bietet der Rechtsrahmen in NRW den Kommunen viel Potenzial, ihre Marktmacht für die Verbesserung der Situation von Arbeiter*innen weltweit einzusetzen. Good Practice-Beispiele und konkrete Arbeitshilfen zeigen, dass ein fairer öffentlicher Einkauf schon heute möglich ist! Das Eine Welt Netz NRW setzt sich seit 2009 dafür ein, dass beim öffentlichen Einkauf auf ökologische und soziale Kriterien geachtet wird. Dabei sind wir der Überzeugung, dass wir durch Vernetzung mit verschiedenen Akteuren mehr erreichen können.

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Faire Beschaffung in NRW voranbringen

8. Netzwerkinitiative zu nachhaltiger Beschaffung des Eine Welt Netz NRW

Unter der Überschrift "Freiwillig Fair-Jetzt! Gemeinsam engagiert für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW" diskutierten rund 50 Teilnehmende aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und der kommunalen Verwaltung am 04.07.2019 in der Mercatorhalle in Duisburg.                                                                                        Nach einem Grußwort von Christiane Overkamp, Geschäftsführerin der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, folgten Impulsvorträge zu den strategischen Potentialen der fairen öffentlichen Beschaffung sowie die Vorstellung des digitalen Einkaufskatalog der Landeshauptstadt Mainz. In diesem sind eine Vielzahl an fairen und umweltverträgliche Produkte enthalten und Beschaffungsverantwortliche können dadurch ohne Mehraufwand faire Produkte beschaffen.

In der sich daran anschließenden Podiumsdiskussion debattierten die die Diskutant*innen aus Zivilgesellschaft, dem Wirtschaftsministerium NRW, der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und dem Deutschen Städtetag NRW über die Novellierung des Tariftreue- und Vergabegesetz NRW. Die Kritiker*innen der Änderung führten an, dass NRW eine wichtige Vorbildfunktion bezügliche fairer öffentlicher Beschaffung für andere Bundesländer gewesen sei und diese Signalfunktion nun nicht mehr bestehe. Für die Befürworter*innen der Neufassung des TVgG hingegen, bedeutet das Gesetz eine Zugewinn an Freiheit für die Beschaffungsstellen und dass die Wirtschaft bezüglich der zuvor geforderten Nachweise nicht mehr überfordert wird.

In den parallelen Praxisforen lag der Fokus auf den Produktgruppen Berufs-und Arbeitsbekleidung und IT und darauf wie ein gesellschaftliches Engagement aussehen kann um die global verantwortliche Beschaffung voranzubringen.

Pressemitteilung Eine Welt Netz NRW "Gemeinsam die faire Beschaffung in NRW voranbringen- 8. Netzwerkinitiative zu nachhaltiger Beschaffung des Eine Welt Netz NRW"

Faire Beschaffung im Ruhrgebiet

Workshop "Freiwillig Fair" im Rathaus Essen

Der dritte Regionale Workshop zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung Rahmen des Projektes "Freiwillig Fair" fand diesmal am 15.05.2019 im Rathaus der Fairtradetown Essen statt. In Kooperation mit der Fairen Metropole Ruhr waren städtische Vertreter*innen wie auch zivilgesellschaftliche Akteure aus dem gesamten Ruhrgebiet zu der Veranstaltung eingeladen worden.

Als Anwalt für Vergaberecht, stellte André Siedenberg die rechtlichen Werkzeuge vor, die für eine nachhaltige Beschaffung relevant und entscheidend sind. Mit seinem Vortrag verdeutlichte er den Teilnehmenden, dass aus rechtlicher Sicht soziale, arbeits- und menschenrechtliche Beschaffungskriterien in Ausschreibungen zulässig und möglich sind. 

Zum Thema Arbeitsschuhe referierte Anton Piper vom Südwind Institut. Er beleuchtete einerseits die Menschenrechtsverletzungen entlang der Wertschöpfungskette von Arbeits-und Sicherheitsschuhen, andererseits zeigte er Möglichkeiten auf, wie auch eine nachhaltigere Beschaffung von Arbeitsschuhen gelingen kann.

In dem sich daran anschließenden Austausch der Teilnehmenden, die unter anderem aus  Dortmund, Unna, Essen, Waltrop, Duisburg, Bochum und dem Kreis Wesel angereist waren, wurde diskutiert, was im Bereich der nachhaltigen Beschaffung schon passiert und welche Herausforderungen bei der Umsetzung bestehen.
Mit der Vorstellung der vielfältigen Beratungsangeboten im Bereich der global verantwortlichen Beschaffung , wurde den Teilnehmer*innen jedoch vermittelt, dass diese bei ihrem Vorhaben, nachhaltig zu beschaffen, nicht alleine sind und Unterstützung erhalten können.

So war nach Abschluss der Tenor der anwesenden Vertreter*innen aus Kommunen und Zivilgesellschaft, dass viele ermutigt aus der Veranstaltung gehen und versuchen das Thema weiter in ihre Strukturen hineinzutragen.

Handreichung zur Arbeitshilfen und Beratungsangeboten (pdf)

Fact Sheet: "Warum nur sicher und nicht auch fair-Öffentliche Beschaffung von Sicherheitsschuhen für Kommunen" (Südwind Institut) (pdf)

 

 

 

 

Doppelerfolg für MaxTex

Auszeichnung für Unternehmensethik und starker Zuwachs von Neu-Mitgliedern

Die Vereinigung MaxTex ist ein aktives Netzwerk von Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, des textil Service, von Zulieferern und wichtigen Abnehmergruppen sowie jungen Start-ups. Max Tex verfolgt das Ziel, die nachhaltige Entwicklung der Branche zu stärken und dabei die besonderen Anforderungen der Kunden und Endverbraucher im Hinblick auf nachhaltige Produktion und Dienstleistung zu berücksichtigen. Seit Jahresbeginn hat sich die Mitgliederzahl nahezu verdoppelt und das Netzwerk verzeichnet aktuell 30 Unternehmen. Damit sind inzwischen sämtliche Stufen der textilen Wertschöpfungskette bei MaxTex vertreten. Unter den Mitgliedern finden sich auch vier in NRW ansässige Unternehmen.

Neben dem starken Mitgliederzuwachs kann sich MaxTex auch über die Verleihung des Preises für Unternehmensethik 2018 freuen. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung, welche vom Deutschen Netzwerk Unternehmensethik e.V. vergeben wird. Bei der Preisverleihung am 27.03. in Berlin hieß es in der Dankesrede des MaxTex Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Beck:"(..)wir wünschen uns, dass unseren Kunden- Endverbrauchern, Industrie,(...)öffentlichen Institutionen und textilen Dienstleistern-klarer wird, welche Verantwortung sie bei ihren Kaufentscheidungen tragen. Wir wollen zeigen, dass nachhaltiges, verantwortliches Handeln und wirtschaftlicher Erfolg durchaus in Einklang zu bringen sind."

Pressemitteilung MaxTex 25.04.2019

Neue "Freiwillig Fair" Materialien

Mit Plakatserie und Bilderausstellung die faire Beschaffung in die Öffentlichkeit bringen

Darstellung von quadratischen Steinen

© Eine Welt Netz NRW

Mit der der neuen Plakatserie "Freiwillig fair-jetzt!" und der Bilderausstellung "Hier und Dort-global verantwortliche Beschaffung in NRW" möchten wir das Thema der nachhaltigen Beschaffung in öffentlichen Räumen sichtbar machen. Die Plakatserie umfasst vier Motive-Arbeitskleidung, IT, Lebensmittel und Natursteine. Die Plakate können kostenlos beim Eine Welt Netz NRW bestellt werden. Die vierteilige Bilderausstellung steht zum Verleih, wobei nur beim Rückversand Kosten bei den Leihenden entstehen.

Weitere Informationen sowie Vorschaubilder der Materialien finden Sie hier.

Ansprechpartnerin:

Lara Ardicoglu

Tel. 0211-87592-779

Email: Lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Fair voran in Ratingen

Zweite Veranstaltung der Workshopsreihe "Freiwillig Fair" im Kreis Mettmann

Programmablauf einer Veranstaltung

© Eine Welt Netz NRW

Unter dem Titel "Freiwillig fair-für eine global verantwortliche Beschaffung" kamen am 11.04. in der Volkshochschule in Ratingen städtische Mitarbeiter*inne und Vertreter*innen zusammen, um auf Einladung des Eine Welt Netz NRW  und der Fairtrade-Town Ratingen über eine nachhaltige öffentliche Beschaffung zu diskutieren. Wie schon bei der ersten Veranstaltung der Workshopreihe führte André Siedenberg als Anwalt für Vergaberecht in die rechtlichen Möglichkeiten einer fairen öffentlichen Beschaffung ein. Als Vertreterin der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt stellt Felicitas Schuldes neben den Beratungsangebote auch den "Kompass Nachhaltigkeit" vor. Der Kompass ist ein Onlineportal für die öffentliche Beschaffung und enthält unter anderem anschauliche

Praxisbeispielen oder Überblickdarstellungen von Anbieter*innen verschiedener fair produzierter Produkte.
Mit Anton Pieper (Südwind e.V.) und Marijke Mulder (FEMNET e.V.) wurden die Teilnehmenden darüber hinaus informiert wie ein fairer Beschaffungsprozess im Bereich von Berufsbekleidung und Arbeits- und Sicherheitsschuhen gestaltet werden kann.  

In der sich daran anschließenden Diskussion kristallisierte sich auch heraus, dass Kommunen, die den Schritt hin zur fairen Beschaffung gehen wollen, das Rad dabei nicht neu erfinden müssen. So kann es hilfreich sein, sich an den Erfahrungen anderen Kommunen zu orientieren, den "Kompass Nachhaltigkeit" zu verwenden oder die vielfältigen Arbeitshilfen und Broschüren zu nutzen,  welche Anleitungen, Praxisbeispiele und Muster für Ratsbeschlüsse oder Dienstanweisungen enthalten.

 Pressemitteilung Workshop "Freiwillig Fair" der Stadt Ratingen

Handreichung zu Arbeitshilfen und Beratungsangeboten

 

 

Neuer Leitfaden von FEMNET e.V ist da

Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen Beschaffung

Titelseite Broschüre FEMNET e.V.

Der im Auftrag von FEMNET e.V erstellte Leitfaden "Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen öffentlichen Beschaffung" zeigt die Handlungsspielräume auf, die Kommunen nutzen können um Menschenrechte bei der Vergabe zu schützen und negative ökologische Auswirkungen in der Produktion zu vermeiden. Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Beschaffung dargelegt und an welchen Stellen im Vergabeprozess soziale und ökologische Kriterien verankert werden können- unabhängig vom Bundesland oder davon, ob zentral oder dezentral und in welchem Umfang beschafft wird.Die Broschüre richtet sich primär an Beschaffer*innen, aber auch an politische Entscheidungsträger*innen.

Neben den rechtlichen Grundlagen enthält der Leitfaden zahlreiche Beispiele und Muster für Ratsbeschlüsse, Dienstanweisungen und Textbausteine für Ausschreibungen.Dieser Praxisbezug macht es Beschaffungsverantwortlichen einfacher sich auf den Weg hin zu einer ökologisch und ökologisch nachhaltigen Beschaffung zu machen.

Der Leitfaden steht kostenlos als Download zur Verfügung oder kann als Druckfassung im FEMNET-Büro bestellt werden.

Leitfaden "Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen Beschaffung"

Workshopreihe "Freiwillig Fair" gestartet

Auftakveranstaltung im Bergischen Land

© Eine Welt Netz NRW

Im Rathaus in Wuppertal- Barmen sind auf Einladung des Eine Welt Netz NRW und der Stadt Wuppertal am 21.03.2019 Vertreter*innen aus den Fairtrade-Towns Wuppertal, Solingen, Wermelskirchen und Wipperfürth(in Bewerbung) zum Workshop "Freiwillig Fair- für eine global verantwortliche Beschaffung zusammengekommen.

Den Anfang machte André Siedenberg (Anwalt für Vergaberecht) mit einer rechtlichen Einführung in die Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Beschaffung. Er betonte dabei, dass die Rechtssicherheit im nachhaltigen Beschaffungsprozess für kommunale Mitarbeitende gewährleistet sei.

Mit der anschließenden Vorstellung von Beratungsangeboten wurde den Teilnehmenden jedoch vermittelt, dass sie den Vergabeprozess nicht allein stemmen müssen, sondern sich dabei begleiten lassen können. So stellte Felicitas Schuldes das Beratungsangebot der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt vor. Im Anschluss daran legten Rosa Grabe (FEMNET e.V.) und Anton Pieper (Südwind e.V.) dar, wie sie Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure bei einer nachhaltigen Beschaffung unterstützen können.

Aus dem Kreis der Teilnehmenden kam dabei die Frage auf, wie und mit welcher Strategie zum einen Beschaffer*innen als auch der Stadtrat und der oder die (Ober)Bürgermeister*in bezüglich einer "fairen" Beschaffung erfolgreich angesprochen werden können. Dazu berichteten die Referent*innen von ihren Erfahrungen bei der Beschaffung von Arbeitskleidung und Arbeitsschuhen und wie die Zusammenarbeit mit Kommunen in diesem Bereich gestaltet werden kann.

Weitere Veranstaltungen der Workshopreihe "Freiwillig Fair":

13.11.2019 in Münster

Zu der Veranstaltung können Sie sich gerne unter lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de oder telefonisch unter 0211-87592779 anmelden.

Handreichung nachhaltige Beschaffung

Neues Informationspapier mit Beratungsangeboten und Arbeitshilfen

Mit der Handreichung haben Sie alle wichtigen Organisationen, die sich im Bereich der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung engagieren und Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure beraten, auf einen Blick. Dabei ist jeder Organisation eine zuständige Ansprechperson zugeordnet, an welche Sie sich bei Fragen oder für weitere Unterstützungsmöglichkeiten wenden können. 

Darüberhinaus sind in dem Informationspapier Arbeitshilfen, Broschüren und Publikationen gelistet, die Ihnen je nachdem eine Einführung in das Themenfeld der global verantwortlichen Beschaffung bieten, zu speziellen Produkten informieren oder Anregungen geben, wie Sie die nachhaltige Beschaffung in die kommunalpolitische Diskussion einbringen können. 

Handreichung Beratungsangebote und Arbeitshilfen

Verantwortung für Lieferketten übernehmen

Christliche Initiative Romero veröffentlicht neue Studie zur Textilproduktionsbranche

Die Christliche Initiative Romero (CIR) hat die erstmals 2013 erschienene Studie zur "Unternehmensbefragung zu Sozialstandards in der Berufsbekleidungsindustrie" im Jahr 2018 aktualisiert und bereits das vierte Mal durchgeführt. In der Studie wurden insgesamt 31 deutsche Hersteller von Berufs- und Arbeitskleidung untersucht und ihre Entwicklung aufgrund der Ergebnisse der vorherigen Umfragen verglichen. Dadurch soll Transparenz in der deutschen Textilproduktionsbranche geschaffen und der Dialog zwischen den Konsument*innen und den Unternehmen gefördert werden. Die Untersuchung richtet sich dabei sowohl an Beschaffer*innen, die Informationen über die sozial verantwortliche Produktion der Berufsbekleidungsunternehmen erhalten möchten, als auch an lokale Gruppen, die in ihrer Kommune den sozial verantwortlichen Einkauf von Berufsbekleidung fördern und unterstützen wollen. Darüber hinaus informiert die Studie Unternehmen über Möglichkeiten, soziale Standards in der Lieferkette glaubwürdig umzusetzen.

Die Studie der Christlichen Initiative Romero ist als pdf als Download verfügbar.

Firmenprofile 2018. Vierte Unternehmensbefragung zu Sozialstandards in der Berufsbekleidungsindustrie (pdf)

"Fair einkaufen in Fairtrade- Towns"

Neue Broschüre von FEMNET e.V. zu Fairer Beschaffung von Arbeitskleidung

In der im Dezember letzten Jahres erschienenen Broschüre von FEMNET e.V. „Fair einkaufen in Fairtrade-Towns–Praxistipps für die faire Beschaffung von Berufsbekleidung und Textilien“ wird darüber informiert, wie das Thema in Kommunen, insbesondere in Fairtrade-Towns, eingebracht werden kann und auf welche Weise bürokratische und praktische Hürden auf dem Weg dorthin überwindet werden können. Dazu räumt FEMNET e.V. mit Mythen zur Umsetzung einer nachhaltigen Beschaffungspraxis auf und bietet anhand erfolgreicher Beispiele passende Antworten auf Fragen und Herausforderungen, welche bei der nachhaltigen Beschaffung auftreten können. Zudem enthält die Broschüre ein breites Angebot an Beratungs- und Informationsstellen und Handreichungen zur Unterstützung einer global verantwortlichen Beschaffung.

Die Broschüre kann beim FEMNET Büro als Druckversion bestellt werden und ist als PDF-Download verfügbar.

Fair einkaufen in Fairtrade-Towns – Praxistipps für die faire Beschaffung von Berufsbekleidung und Textilien (pdf) 

 

Freiwillig Fair -

für eine global verantwortliche Beschaffung

Zwei Männer präsentieren auf einem Laufsteg Arbeitskleidung

Messe Westfalenhallen_Fa!r2012_Anja Cord

Das Projekt „Freiwillig Fair-für eine global verantwortliche Beschaffung in NRW“ möchte dazu beitragen, dass Kommunen ihre Einkaufsmacht zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der weltweiten Konsumgüterproduktion einsetzen. Ein wichtiger Baustein, um Kommune zu motivieren, freiwillig ihre Beschaffungspraxis global verantwortlich gestalten, stellt die Durchführung von Regionalen Workshops in 2019 und 2020 dar. Diese bieten eine Einführung in die rechtlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Beschaffung, stellen weitergehende Beratungsangebote vor und geben Raum zur Vernetzung. In 2019 und 2020 ist zudem als NRW Fachtagung die „Netzwerkinitiative zur global verantwortlichen Beschaffung geplant.

Ansprechpartner*in:

Lara Ardicoglu

lara.ardicoglu@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Tel.:0211-87592779

 

Jürgen Sokoll

juergen.sokoll@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

 Tel.:0211-6009252

Menschenrechte ohne Nachweispflicht

NRW-Regierung streicht Menschenrechte aus dem Vergaberecht

Aussenansicht Landtag NRW

Bildarchiv Landtag NRW Bernd Schälte

Der Landtag NRW hat die Nachweispflicht zur Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW gestrichen. Mit der Gesetzesänderung ist eine landesweit einheitliche Regelung, die die öffentliche Beschaffung auch an Menschenrechten und Umweltstandards ausrichtet, abgeschafft. Freiwillig können Kommunen und Landesvergabestellen noch den Nachweis einfordern, dass bei der Herstellung z.B. von Arbeitskleidung Arbeitsrechte und Umweltstandards eingehalten wurden. Jede Kommune muss sich aber nun eine eigene Regelung für eine nachhaltige Beschaffung erarbeiten. Mitglieder des Bündnisses für öko-soziale Beschaffung , in dem das Eine Welt Netz NRW auch aktiv ist, betrachten dies als einen Schritt in die falsche Richtung.

 

Hier die Pressemitteilung als Download.

Glaubwürdigkeit gefährdet

Streichung der Nachweispflicht bei öffentlicher Beschaffung droht

Das Eine Welt Netz NRW hat eine Stellungnahme zur, durch die Landesregierung geplanten, Änderung des Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW) verfasst und zur Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Landtag NRW am 15.12.2017 eingereicht.
Die Gesetzesänderung sieht u.a. die Streichung der Nachweispflicht für Umwelt- und Sozialstandards vor. Damit verliert die öffentliche Hand an Glaubwürdigkeit, sich für die Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards, auch im Sinne der Sustainable Development Goals konsequent einzusetzen. Der scheinbare Bürokratieabbau durch das sogenannte Entfesselungspaket I geht hier zu Lasten der arbeitenden Menschen in den globalen Lieferketten.

Download unserer Stellungnahme als pdf hier.

 

Ansprechpartner: 

juergen.sokoll@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Tel.: 02 11 - 60 09 -252

 

 

Eine Welt Netz NRW @ 2019
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