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Flucht, Migration und Entwicklung

Copyright: UNHCR/Brian Sokol

Warum fliehen Menschen aus ihrer Heimat? Was hat das mit einer fortschreitenden Globalisierung zu tun, die auch durch einen stetig wachsenden Personen- und Warenverkehr sowie einen nie dagewesenen Informationsfluss gekennzeichnet ist? Wer profitiert zurzeit davon und wer nicht? Welche Rolle spielen globale Verflechtungen in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dabei? Was hat all dies mit einem halben Jahrtausend transatlantischer Geschichte zu tun?

Anhand von Artikeln, Interviews, Info- und Bildungsmaterialien sowie Veranstaltungshinweisen wollen wir dazu beitragen, das vielschichtige Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Hier finden Sie unser Archiv mit Berichten und Dokumenten zu Flucht, Migration und Entwicklung.

Hier ist unsere Ausstellung zu Flucht:"Schwarz ist der Ozean" zu finden.

BY THE ROAD („Unterwegs“)

Theaterstück zu Flucht aus Ghana

Das Stück handelt von der Schwierigkeit der jungen Menschen in Ghana aus der Armut heraus Perspektiven zu entwickeln. Baafi, ein junger Schuhputzer hat den Traum nach Europa zu gelangen und dort zu arbeiten, um seine Familie aus den finanziellen Nöten zu befreien. Eine lange und abenteuerliche Reise beginnt…

Weitere Informationen und Reservierung

Fluchtursachen bekämpfen? Ungleicheit bekämpfen!

Fluchtursachen bekämpfen sollte nicht mit einer Grenzsicherungs- und Abschottungspolitik verwechselt werden. Letzteres wäre Kosmetik, die Probleme überdeckt, aber nicht beseitigt. Daher ist es wichtig, sich ernsthaft auf die zahlreichen Fluchtursachen zu konzentrieren. Hier helfen die SDGs dabei, den Überblick zu bewahren. Klar erscheinen die 17 Ziele mit ihren 169 Unterzielen erst einmal unübersichtlich. Das kann man aber relativ einfach ändern: Zuerst einmal lassen sich 16 der 17 Ziele auf einen gemeinsamen Nenner herunter brechen. Dieser gemeinsame Nenner ist Ziel 10 (Ungleichheiten innerhalb und zwischen Staaten verringern). (...)

Zum Beitrag (PDF)

2. Deutsch-Afrikanische Diaspora-Konferenz hat stattgefunden

NRW ist das Bundesland mit der größten afrikanischen Diaspora Deutschands. In vielen Städten ist in den den letzten Jahren eine immer organisiertere Szene wichtiger Ansprechpartner geworden, wenn es um Inklusion, Partizipation oder entwicklungspolitisch relevante Themen - von der Bildungsarbeit hier bis hin zu Auslandsprojekten - geht.

Auch in Dortmund passiert viel: Unter dem Motto "Think.Together!" fand 2017 die 1. Deutsch-Afrikanische Diaspora-Konferenz statt (siehe hier).

Im Zentrum der diesjährigen Deutsch-Afrikanischen Diaspora-Konferenz standen vier SDGs (Nachhaltige Entwicklungsziele): Ziel 2 (Ernährungssicherheit), Ziel 5 (Gendergerechtigkeit), Ziel 6 (Wasser und sanitäre Einrichtungen) sowie Ziel 11 (Lebenswerte Städte). Zudem wurde SDG 10 (Ungleichheiten verringern) wieder wie im Vorjahr besonders berücksichtigt.

Zur Kurzdokumentation der Konferenz auf DiasporaNRW

"Afro.Deutschland"

Interessiert an einer kostenlosen Filmvorführung bei Ihnen?

Rassismus bleibt ein aktuelles Thema. Wer SDG 10 (Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten verringern) erreichen will, braucht einen langen Atem. Aber die Eine Welt beginnt vor der Haustür...

Der Film "Afro.Deutschland" befasst sich mit alltäglichen Erfahrungen von Afrodeutschen und ihren Strategien gegen Rassismus und Exklusion. Er kann als Grundlage dienen, wenn es darum geht, über das Thema zu diskutieren. Im Anschluss an den Film kann ein Kurzimpuls zur Entstehung von Rassismus helfen, das gesamtgesellschaftlich relevante Thema besser zu verstehen.

Sind Sie daran interessiert, den Film in einem nichtkommerziellen Kontext bei sich zu zeigen? Kosten für den Filmverleih entstehen keine. Gerne können Sie sich dann an uns wenden, um über Weiteres zu sprechen (serge.palasie@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de).

Plakate würden wir erstellen können, siehe auch die Beispielplakate der letzten Filmvorführung (Bonn):

Flyer (JPEG)

Flyer (PDF)

"Keiner zuhause"

Karikaturen zur EU-Flüchtlingspolitik von Oğuz Peker

Über 30 Karikaturen von Oğuz Peker behandeln verschiedene Aspekte, die es im Bereich der EU-Flüchtlingspolitik  zu beachten gilt. Dabei geht er unter anderem auch auf wirtschaftpolitische Interessen der EU ein oder aber auch auf den Umstand, dass die zunehmende Grenzsicherung nach außen hin auch zu einer zunehmenden Beschränkung im Inneren führt. Der wachsende  Einfluss rechter Parteien und die Art und Weise wie die etablierte Politik als „Getriebene“ darauf reagiert , sind sicher auch vor solchen geistigen Einigelungstendenzen zu sehen. Pekers Karikaturen sagen – wie so oft bei gelungenen Illustrationen – mehr als 1000 Worte.

"Keiner zuhause" ist als Ausstellung verfügbar.

Die Karikaturen

Einführung und Kontakt für Verleih der Ausstellung

"Ich gehe immer leise" - Neuer Film zu Rassismus

Am 21. März ist Internationaler Tag gegen Rassismus. Nach wie vor stellt ein weitverbreiteter Rassismus eine zentrale Herausforderung dar, wenn es darum geht, Ungleichheiten zu verringern (vergleiche dazu auch das Nachhaltige Entwicklungsziel (SDG) Nummer 10). Dies gilt einerseits zwischen Staaten, aber auch innerhalb von Staaten. Rassismus in Deutschland ist noch immer in der Lage Menschen gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch auszugrenzen. Oft wird aus einer Fremdzudschreibung eine Selbstbeschränkung. Eine mögliche Folge: Man zieht sich zurück, versucht nicht "unnötig" aufzufallen oder - man geht eben leise. "Ich gehe immer leise" heißt der Film zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland von Dr. Keith Hamaimbo (Welthaus Bielefeld).

Wer Interesse am Film hat, findet hier weitere Informationen.

Der Alltagsrassismus in Deutschland - SDG 10 (Ungleichheiten verringern) auf dem Prüfstand

Filmvorführung und Debatte

Nur wenige Tage vor dem Internationalen Tag gegen Rassismus (21. März) zeigte Jàppoo NRW e.V. in Kooperation mit dem Eine Welt Netz NRW e.V. im Düsseldorfer Bambi-Kino den Film "Afrodeutschland" in Anwesenheit von Theodor Wonja Michael - einem der Hauptdarsteller des Films. Nach einer kurzen Begrüßung durch Ibrahim Guèye (Jàppoo) führte Tina Adomako (FSI Forum für soziale Innovation und aktiv bei den Neuen Deutschen Medienmachern) durch den Abend. Theodor Wonja Michael, 93 Jahre alt, schilderte im Anschluss an den Film seine Erfahrungen, die er aufgrund seiner Hautfarbe seit den Tagen der Weimarer Republik in Deutschland machen musste. Zudem führte Serge Palasie vom Eine Welt Netz NRW in die Entstehungsgeschichte des "modernen" Rassismus ein. Das SkatchTeam aus dem Ruhrgebiet (verantwortlich für den Film "Let´s talk 2016" zum Thema Schwarzsein in Deutschland) sowie Hamdi Berdid vom Raum der Kulturen Neuss e.V. standen dem Publikum ebenfalls für Fragen rund um das Thema des Abends zur Verfügung.

Dokumentation der Veranstaltung auf DiasporaNRW

Zum Film von SkatchTeam

Flyer mit Referent*innen-Infos

Von 9/11 bis zum Arabischen Frühling

Am 12. Oktober 2017 war der Auftakt in Bielefeld

Im Internationalen Begegnungszentrum Friedenshaus (IBZ) fand die Auftaktveranstaltung zum neuen Interkulturellen Promotorenprogramm unter dem Titel „Ein Appell für den Frieden – Von 9/11 bis zum Arabischen Frühling" statt. Mitveranstalter waren die Caritas Büren, das Welthaus Bielefeld und das Eine Welt Netz NRW. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch vom Kommunalen Integrationszentrum Bielefeld. Für die FAIRsorgung war die GEPA – The Fair Trade Company zuständig. Zunächst begrüßten Serge Palasie (Fachpromotor Eine Welt Netz NRW), sowie Erwin Adams (Vorstand IBZ), Nilgün Isfendiyar (Leiterin Kommunales Integrationszentrum Bielefeld), Beate Wolff (Geschäftsführerin Welthaus Bielefeld) und Aline Watermann (Koordinatorin Interkulturelles Promotoren-Programm NRW) die Gäste. Anschließend folgte der Impulsvortrag des neuen Interkulturellen Promotors im IBZ.

Mehr zum neuen Promotoren in Bielefeld - Yammen Al Shumali - finden Sie hier.

Die Veranstaltungsdokumentation finden Sie hier.

Flucht vor der Wirklichkeit

Die aktuelle Ausgabe von "Südlink", dem Nord-Süd-Magazin von INKOTA befasst sich schwerpunktmäßig auf 42 Seiten mit dem Thema der sozialen Ungleichheit weltweit.

Auch unser Fachpromotor Serge Palasie hat einen Beitrag verfasst. Darin geht es um die Frage, was die transatlantische bzw. afroeuropäische Geschichte mit Ungleichheit sowohl innerhalb Westafrikas als auch zwischen Westafrika und dem sogenannten Globalen Norden zu tun hat.

Den Artikel "Flucht vor der Wirklichkeit" finden Sie hier.

Interessiert an der gesamten Ausgabe des Magazins (Nr. 181, September 2017) sowie an Südlink bzw. INKOTA generell?

Hier finden Sie weitere Infos.

Gedenktag an den Sklavenhandel

Am 23. August 2017, dem internationalen Gedenktag an den Sklavenhandel und seine Abschaffung, fand in Bielefeld bereits zum zehnten Mal seit Mai 2016 „Zusammenhänge(nd) neu denken – Fluchtursachen besser einordnen“ statt. Die Veranstaltung stellte zugleich den Auftakt zwischen der Kooperation der „alten“ mit den „neuen“ Eine-Welt-Promotor*innen in Bielefeld dar. Neben dem Eine Welt Netz NRW waren das IBZ Friedenshaus – Träger einer neuen Promotorenstelle in Bielefeld – sowie das Welthaus Bielefeld – Träger von zwei „alten“ Promotorenstellen – Mitveranstalter. Für die FAIRsorgung war wieder die GEPA – The Fair Trade Company zuständig. In den Räumlichkeiten des IBZ begrüßten Erwin Adams (Vorstand IBZ), Yammen Al Shumali (neuer Eine-Welt-Promotor), Beate Wolff (Geschäftsführung Welthaus Bielefeld) und Serge Palasie vom Eine Welt Netz NRW die Teilnehmenden. Nachdem Yammen Al Shumali in das Thema „Sklaverei gestern und heute“ eingeführt hatte, ging es in die Input-Phase.

Download Kurzdoku

Nächste Veranstaltung im IBZ Bielefeld am 12. Oktober 2017: "Ein Appell für den Frieden - Von 9/11 bis zum Arabischen Frühling" mir Werken des irakischen Künstlers Naseer Alshabani.

Funktional und fatal - Der "Farbmarker"

Fremdendfeindlichkeit, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und ähnliche Abgrenzungsmechanismen, die in ein „wir“ und in ein „ihr“ / „die da“ unterteilen, sind so alt wie die Menschheit selbst. Ohne die Fähigkeit des reflexartigen Einordnens bestimmter Situationen wären wir Menschen wohl kaum aus unserer steinzeitlichen Höhle hinausgekommen. Ordnungsmuster waren und sind also überlebenswichtig. (... )

Wie aus Ordnungsmustern Rassismus wurde, lesen Sie hier.

Die Wirkmächtigkeit des "Farbmarkers" spielt auch im Film "LET´S TALK 2016" von SkatchTeam eine Rolle, wo das Schwarzsein in Deutschland ausgedehnt diskutiert wird. SkatchTeam schreibt dazu: "Für unser großes Projekt soll ein Dokumentarfilm entstehen, der den Prozess aufzeichnet, wie der erste deutsche Spielfilm entsteht, der überwiegend von „People of Colour“ für die deutsche Gesellschaft entwickelt wird. Durch dieses Projekt soll ein Spielfilm entstehen, der aus der Sicht von „People of Colour“ gestaltet wird, bei dem nicht immer „People of Colour“ in stereotype Rollen gepresst werden. „People of Colour“ können auch Wissenschaftlerinnen, Direktorinnen, Ärztinnen, Politikerinnen sein. Wir sind der Meinung, dass „People of Colour“ nicht nur die Pflicht haben Rundfunkgebühren zu zahlen, sondern auch das Recht haben an der Gestaltung mitzuwirken. Für die Realisierung des Dokumentarfilms benötigen wir Unterstützung in jeglicher Form."

"Let´s talk" auschauen

Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2017 in Aachen

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Aus diesem Anlass fand in der VHS Aachen eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Aachen e.V. sowie Amnesty International statt. Neben aktuellen Bezügen, Zahlen und Daten zum Thema standen die historischen Hintergründe im Fokus, die aktuelle Phänomene mit Süd-Nordbezug einschließlich Fluchtbewegungen erklärbarer machen.

Die Veranstaltung gehörte zum Rahmenprogramm des 31. Weltfests in Aachen.

Sehen Sie die Videodokumentation zur Veranstaltung hier.

Diversitätsbewusstes Handeln

Unter dem Titel "Diversitätsbewusstes Handeln - Strategien gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" fand am 30. Juni 2017 eine Veranstaltung von der Landeskoordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren in NRW (LAKI), den Neuen Deutschen Organisationen und dem Eine Welt Netz NRW statt. Themen wie Rassismus in Bildungseinrichtungen wurden genauso behandelt wie Fragen nach dem richtigen Maß zwischen Gleichheit und Differenz. Auch wurde konstatiert, dass wir alle divers sind und Identitäten in der Regel per se komplexer sind, als das manchmal auf den ersten Blick erscheint.

Die Zusammenfassung können sie auf DiasporaNRW.net lesen.

Grenzen (im Denken) überwinden.

Migration und Entwicklung im 21. Jahrhundert

Seit dem Sommer 2015 steht das Thema Migration weit oben auf der politischen Agenda in Deutschland. Damals verstärkte sich der Eindruck, alle Migrant*innen und Geflohenen weltweit – oder zumindest aus der näheren Umgebung Europas – wollten nach Deutschland. Plötzlich schien die ganze Welt in Bewegung gekommen zu sein.

Doch dieser Eindruck täuscht. Weder die ganze Welt migriert, noch wollen alle Menschen, die migrieren, nach Europa oder Deutschland. Gemessen an der Gesamtzahl der Weltbevölkerung liegt der Anteil der MigrantInnen über lange Zeiträume gesehen relativ stabil bei etwas über drei Prozent. (Textauszug: Südwind)

Sehen Sie die Videodokumentation der Fachtagung "Grenzen (in Denken) überwinden. Migration und Entwicklung im 21. Jahrhundert", die das Eine Welt Netz NRW zusammen mit Südwind und dem GSI in Bonn am 19. Juni 2017 durchgeführt hat, hier.

Für eine neue Erinnerungspolitik

Überlegungen zur Weltdekade für Menschen afrikanischer Abstammung

Am 22. Juni 2017 hieß es im Bundestag einjähriges Jubiläum der Eröffnung der Weltdekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland (Juni 2016 im Bundesfamilienministerium). Aus diesem Anlass kamen unterschiedliche Vertreter*innen der Zielgruppe der Dekade aus ganz Deutschland zusammen. Vor dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe wurden zum einen verschiedene Organisationen vorgestellt, die die Dekadenziele mit ihrer jeweiligen Arbeit mit voranbringen. Zum anderen zeigten Fachimpulse verschiedener Expert*innen auf, wo was schon erreicht worden ist bzw. wo nach wie vor Handlungsbedarf besteht. Dr. Karamba Diaby, MdB und stellvertretender Vorsitzender des erwähnten Ausschusses, eröffnete die Sitzung. Elisabeth Kaneza vom OHCHR Fellowship Programme for People of African Descent führte durch den Abend. Nach der einleitenden Keynote von Mactar Ndoye (Secretary of the Intergovernmental Working Group for the Effective Implementation of the Durban Declaration and Programme of Action, OHCHR) folgten die oben erwähnten Präsentationen bzw. Impulse, denen neben den Vertreter*innen des Menschenrechtsausschusses auch Vertreter*innen des Auswärtigen Amtes und des Bundesfamilienministeriums aufmerksam beiwohnten. Im Anschluss gab es einen regen Austausch.

Hier finden sie das Handout (pdf download) von Serge Palasie (Fachpromotor Flucht, Migration und Entwicklung), der in seinem Fachimpuls für eine neue Erinnerungskultur und -politik in Deutschland plädierte.

Dossiers zu Flucht und Migration

Infos von der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine Welt Netz NRW @ 2018
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