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Nachhaltigkeitspolitik mit Abgründen

Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Foto: Annie Spratt on Unsplash

Afrika hat die jüngste Bevölkerung der Welt. Wir wollen, dass sich deutsche Zukunftspolitik auch an den Interessen des globalen Südens orientiert.

Das Nachhaltigkeitsjahr 2019 muss für einen klaren Appell an die Bundesregierung genutzt werden: Sie muss mehr Bewegung in die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung bringen und die internationale Verantwortung Deutschlands für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu einem wichtigen Kriterium ihrer politischen Entscheidungen machen. Die große transformative Wirkung, die von der Agenda 2030 ausgehen sollte, lässt weiter auf sich warten. Vor diesem Hintergrund wollen wir an die Verpflichtungen der Regierungen aus dem Jahr 2015 erinnern und schließen uns der Einschätzung an, die das Forum Umwelt und Entwicklung gemeinsam mit VENRO und dem Deutschen Naturschutzring veröffentlicht.

Download der Erklärung vom Juni 2019

Link zum Forum Umwelt und Entwicklung

Im September 2016 hat der Vorstand des Eine Welt Netz NRW e.V. ein Arbeitspapier beschlossen, das unsere Positionen im Umfeld der Sustainable Development Goals beschreibt. Dem vorausgegangen waren im ersten Halbjahr 2016 intensive Diskussionen der einzelnen Politikbereiche in unseren Projekten und Gremien, in Workshops und Konferenzen.

Download des SDG-Arbeitspapiers von 2016 als Word-Datei hier.

Digitale Agenda 2030

Seminar am 5. und 6. September 2019 in Münster

Foto: Presseamt Münster / Joachim Busch

Unser Seminar findet in Münster statt. Der binäre Code für "Fahrrad" lautet: 01000110011000010 11010000111001001 11001001100001011 00100

Zahlreiche Eine-Welt-Organisationen in Deutschland engagieren sich auf vielfältige Weise für die Realisierung der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG). Sie machen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit, sammeln Spenden und unterstützen ihre Partner in den jeweiligen Projektländern. Praktisch überall kommen dabei auch digitale Werkzeuge zum Einsatz. Doch von einer Strategie neue Technologien zu nutzen, sind viele noch weit entfernt. Aber was heißt das überhaupt: Digitalisierungsstrategie? Überall werden Digitalisierungsstrategien entwickelt: in Bund und Ländern, Firmen und Unternehmen, Universitäten und Hochschulen usw. usf. Ist das nur ein Hype oder steckt mehr dahinter? Brauchen auch entwicklungspolitische Organisationen eine Digitalisierungsstrategie? Und wenn ja, wie sollten sie vorgehen?

Download des Programm-Faltblatts.

Link zum Tagungshaus mit Programm und Möglichkeit zur Anmeldung

Die 2030 Agenda

Im September 2015 wurde auf einem Sondergipfel der Vereinten Nationen die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung mit den sogenannten Sustainable Development Goals (Globale Entwicklungsziele, SDG) verabschiedet. Die 2030-Agenda, auf die sich die Staaten in internationalen, zwischenstaatlichen Verhandlungen geeinigt haben, wird das zentrale Rahmenwerk für die internationale Zusammenarbeit bis 2030 sein. Im Kern soll sie Armutsüberwindung mit dem Schutz der Umwelt verknüpfen.  “Universell“ ist das Schlagwort der Schlusserklärung des Sondergipfels.

Was ist das Neue an den SDG?

Dies  ist eine der wesentlichsten Neuerungen: Die neuen Ziele gelten für alle Länder. Konsumverhalten und Lebensstil sollen künftig so gestaltet werden, dass alle Menschen in Sicherheit und Würde leben können. Dieses Ziel muss innerhalb der planetarischen Grenzen erreicht werden. Besonders dies ist vor allem eine Aufgabe für Industrie- und Schwellenländer.

Deutschland ist nun auch Entwicklungsland –  wie im Slogan vom „Entwicklungsland D“, der vom Eine Welt Netz NRW bereits seit den 90er Jahren geprägt wurde.  So betrifft besonders der Schutz globaler Umweltgüter alle Länder, aber auch speziell Deutschland, ebenso wie die Veränderung hin zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern. Aber auch das Ziel, Ungerechtigkeit innerhalb und zwischen Ländern zu reduzieren, erfordert einen Beitrag der deutschen Politik.

Neben einer adäquaten finanziellen Unterfütterung der Ziele, ist es vor allem der politische Wille der einzelnen Nationen, die sich zu den Zielen bekannt haben, der entscheidend für Erfolg oder Misserfolg der 2030-Agenda sein wird. Es wird sich zeigen, ob die Industrie- und Schwellenländer in der Lage sind, ihre Politikfelder, auch Handels- Wirtschafts- und Finanzpolitik, auf die Ziele der Agenda und damit auf nachhaltige Entwicklung auszurichten.

Das Eine Welt Netz NRW sieht seine Projekte und Programme als Beiträge zur Umsetzung der 2030-Agenda. Wir wollen darauf hinwirken, dass diese Chance zur Transformation hin zu einer gerechten und nachhaltigen Welt genutzt wird.

Link zu den Vereinten Nationen mit dem Download der SDG-Symbole.

Link zu einem kurzen Erklärfilm zu den SDG von Brot für die Welt.

Eine Welt Netz spendet Monitore

Übergabe der gespendeten Monitore

Foto: Sonja Walke (FÖJ)

Übergabe der gespendeten Monitore

Ein kleiner Beitrag zum Entwickungsziel 12 - "Nachhaltiger Konsum und Produktion": Über die Plattform PC-Spende.de hat das Eine Welt Netz 15 alte 19-Zoll Monitore an die Oberschule am Sonnensee in Bissendorf gespendet. Im Dezember 2018 besuchten uns zwei Schüler in unserem Büro in der Achtermannstraße, um die Monitore abzuholen. Diese sollen an der Schule hauptsächlich im Computer-Unterricht als Bildschirme für Mini-PCs wie den Raspberry Pi eingesetzt werden.
PC-Spende.de ist eine Initiative von "Das macht Schule", einer gemeinnützigen GmbH, deren Ziel es ist, mehr digitale Bildung an Schulen zu ermöglichen. Zudem verbessert die Spende die Öko-Bilanz unseres Vereins, denn IT-Schrott ist ein globales Umweltproblem, das uns als Verein sehr beschäftigt und das wir unter anderem in unserer Wanderausstellung zu Elektroschrott in Ghana aufgreifen.

Link zur Wanderausstellung

Informationen zur 2030 Agenda

Download: Die vollständige Agenda 2030, Dokument der Vereinten Nationen, 2015

Link: Der SDG-Atlas der Weltbank

Download: Die Sustainable Development Goals, Hrsg.: Brot für die Welt, Berlin 2016

Download: Die 2030-Agenda, Hrsg.: terre des hommes u.a., Bonn 2017

Link: Vereinte Nationen, Division for Sustainable Development (UN-DESA)

Link: Online Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zu den Vereinten Nationen

Link: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Link: Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO)

Link: Informationsportal 2030 Agenda des Global Policy Forum

Link:  SDG Lernplattform des Welthaus Bielefeld

Link: Studien des Südwind Instituts u.a. zur Rolle des Privatsektors bei der 2030 Agenda

Bildergalerie: SDG-Icons

Eine Welt Netz NRW @ 2019
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