Praxisbeispiele aus NRW zeigen, dass eine faire öffentliche Beschaffung funktioniert. Eine Ausschreibung für Arbeitsbekleidung aus Dortmund forderte soziale Kriterien entlang der gesamten Lieferkette. Es enstand ein Good-Practice-Leitfaden.

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Praxisbeispiele aus NRW

Diese Kommunen zeigen wie's geht

In NRW gibt es bereits einige Kommunen, die sich mit Pilotprojekten erfolgreich an das Thema faire Beschaffung heranwagen. Die Erfahrung zeigt, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Verwaltungen, Beratungsinstitutionen und Zivilgesellschaft den Umstellungsprozess beflügeln kann. Auch Transparenz ist ein wichtiger Faktor: Je besser Austausch von Informationen funktioniert, desto leichter können einzelne Pilotprojekte zum Vorbild für neue Projekte und Synergien werden. Nachahmen empfohlen!

Beispiel Stadt Dortmund

Schon seit 2007 arbeitet die Stadt Dortmund aktiv daran, ihre Beschaffung fairer zu gestalten. Durch diverse Projekte und Prozesse der Umstrukturierung wurde sie zu einer der Vorreiterinnen der sozial verantwortlichen Vergabe. Alle Einkäufe der Stadt werden seit 2008 in einem zentralen Vergabe- und Beschaffungszentrum getätigt. Dies schafft eine optimale Struktur für die strategische Verankerung öko-sozialer Kriterien.

Zuletzt zeigte die Stadt Dortmund in 2015, dass auch ein großes Auftragsvolumen schon heute fair beschafft werden kann: Eine innovative Ausschreibung für Arbeitsbekleidung forderte soziale Kriterien entlang der gesamten Lieferkette. Konkret wurde ein Vertrag für Arbeits- und Schutzbekleidung für städtische Bedienstete in verschiedenen Bereichen (Feuerwehr, Zoo, Umweltamt etc.) im Wert von 100.000 Euro ausgeschrieben. Mit diesem Vergabeverfahren hat die Stadt ein erfolgreiches Pilotprojekt auf die Beine gestellt, das anderen Kommunen als Orientierung und Vorlage dienen soll.

Ein Praxis-Leitfaden (Download s.u.) bietet neben Hintergrundwissen über die sozial verantwortliche Textilproduktion und den Dortmunder Vergabeprozess einen umfangreichen Anhang mit Formblättern, Leistungsverzeichnissen und Rechtsgutachten zum sozial gerechten Einkauf. Der Bezug einer gedruckten Fassung ist über die CIR möglich.

Die Stadt Dortmund kooperierte im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Jede Kommune zählt: Sozial gerechter Einkauf – Jetzt!“ mit der Nichtregierungsorganisation Christliche Initiative Romero (CIR).

Link zu mehr Projektinformationen auf der Webseite der CIR.

Download des Praxis-Leitfadens „Sozial Gerechter Einkauf – Jetzt! Die Berücksichtigung von ILO-Kernarbeitsnormen und Kriterien des Fairen Handels beim Einkauf von Dienst- und Schutzkleidung“ (Stadt Dortmund, CIR, 2016).

Beispiel Stadt Bonn

Neben der Stadt Dortmund übernimmt auch die Stadt Bonn eine Vorreiterrolle für sozial verantwortliche Beschaffung in NRW. Das Bonner Amt für Stadtgrün arbeitet mit der Nichtregierungsorganisation FEMNET e.V. zusammen, die das Amt bei einer laufenden Ausschreibung für fair hergestellte Arbeits- und Schutzbekleidung begleitet. Damit sind erste wichtige Schritte hin zu einer fairen Beschaffung bereits getan.

Link zu mehr Projektinformationen auf der Webseite von FEMNET.

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