Die Weltbaustelle Bedburg bei der Urban Art Kampagne Weltbaustellen NRW zu den Globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung des Eine Welt Netz NRW

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Weltbaustelle Bedburg

Im Mittelpunkt des Bedburger Wandbildes steht eine Verschmelzung von Windrad und Mensch. Umgeben ist dieses Gebilde von unzähligen Windrädern und ornamentartigen Schraffuren.

Lindenstraße 48, 50181 Bedburg

Das Wandbild in Bedburg.

In der Stadt Bedburg leben insgesamt knapp 25.000 Menschen. In Bedburg entstand in den vergangenen Jahren einer der größten Windparks in NRW. Seitdem der Windpark Ende 2015 seinen Betrieb aufgenommen hat, erzeugt er jährlich genug Strom, um den Jahresverbrauch von rund 58.000 Haushalten decken zu können. Die Stadt Bedburg ist seit langem durch die Energiegewinnung geprägt. Über Jahrzehnte hat der Tagebau Garzweiler hier seine Spuren hinterlassen. Jetzt setzt die Stadt auf erneuerbare Energie und stellt die Weichen in Richtung Zukunft. In diesem Zusammenhang ist sicher auch die Weltbaustelle Bedburg zu sehen, durch die in Bedburg ein sichtbares Zeichen für diese Veränderung gesetzt wurde. Gemeinsam mit den „Elf im Glashaus” haben die beiden Künstler*innen Àkos Sziráki und Bo Suk Lee ein Kunstwerk ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit geschaffen.

Nachhaltigkeit auf dem Rücken des Tagebaus 

Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg, sagt: „Der Windpark Königshovener Höhe ist im Wortsinne auf dem Rücken der Braunkohle entstanden. Der ehemalige Tagebau trägt nun unsere Windräder und ist sogar Klima-Expo.NRW-Standort. Der Strukturwandel ist in unserer Stadt angekommen und wir haben mit unseren Investitionen erfolgreiche Schritte in Richtung Zukunft gemacht haben. Neben den großen Projekten in der Energiegewinnung konzentrieren wir uns auf ökologische und ökonomische Projekte, die eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in unserer Stadt gewährleisten. Dazu gehört auch die Klimaschutzsiedlung, die derzeit in Bedburg entsteht. Sich erneuerbare Energien zu erschließen und wertschätzend mit Ressourcen umzugehen, sind die besten Voraussetzungen für Bedburgs Zukunft in diesen Zeiten des Wandels.”

Die Künstler*innen der Weltbaustelle Bedburg

Àkos Sziráki
Àkos Sziráki, geboren 1969 und aufgewachsen in Budapest (Ungarn), lebt seit 1980 in Deutschland und studierte ab 1989 Kunst an der Akademie der bildenden Künste in Maastricht (Niederlande). Seine Arbeiten waren bereits in Dortmund, Bran (Rumänien), Qingdao (China) und Seoul (Korea) zu sehen, wo er 2008 beim „Nowon Gallery Park International Sculpture Symposium” innerhalb von nur einem Monat eine Plastik aus Granit schuf. 2011 war Sziráki mit einer Bilderreihe auf der ersten „World Biennale (NEWA)” im The Henan Art Museum in Zhengzhou (China) vertreten.
Sziráki ist ein Kosmopolit, er trägt mehrere Länder, mehrere Sprachen und eine vielfältige, komplexe Erfahrungswelt in sich. Seine Werke sind eigen und allgemein. Er versucht seine Bilder konsequent auf minimalistische Farbgebung zu reduzieren, die Formen auf der Leinwand schreien nach dritter Dimension. Die Figuren, die seine Bilder bewohnen, oder die Skulpturen, die jedem Raum virulent Lebendigkeit verleihen, sind unverkennbare Mutationen zwischen Menschen, Steinen und unbekannten, ungeborenen Organismen, die sich nach eigenen Regeln und Wachstumsvorgängen zu entwickeln scheinen. Durch diesen Prozess ermöglicht er uns, mittels eines dezimierten Bildes oder einer Skulptur/Installationin in seine seelische Tiefe  einzutauchen.

Bo Suk Lee
Bo Suk Lee ist eine westlich geprägte, bildende Künstlerin aus Südkorea und die Vorsitzende der International Creative Artists Association (21C ICAA) und der World Culture Artists Association (WCAA), welche über 300 Mitglieder in 66 Ländern hat. Sie ist Absolventin der School of Fine Arts an der Hongik Universität. Lee studierte westliche, zeitgenössische Kunst bei Professor Igor Razdorgin an der Repin Akademie in St. Petersburg. Die Künstlerin ist Veranstalterin, sowie Teilnehmerin zahlreicher internationaler und nationaler Kunst-Events (u.a. International Interchange Exhibtion, International Art Fair, International Biennale, International Art Symposium und International Art Workshop).
Darüber hinaus waren Lees Werke in über 30 Einzelausstellungen in Ländern wie den USA, Österreich, China, Kroatien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Iran, Indien, Italien, Japan, Jordanien, Korea, Lettland, Litauen, Mazedonien, Niederlande, Polen, Qatar, Russland und dem Sudan zu sehen.
Die Künstlerin thematisiert in ihren Bildcollagen zwischenmenschliche Kommunikation im Zeitalter der sozialen Netzwerke. Hierfür greift sie symbolisch auf die Hangul-Schriftzeichen zurück, eine Buchstabenschrift, die im Jahr 1443 unter König Sejong für die koreanische Sprache erschaffen wurde. In ihren Werken zeigt sie, in Annäherung an das filmische Storytelling, verschiedene figurative Charaktere, welche den Zeitgeist aus dem Unbewussten transportieren. 

(Bild: Àkos Sziráki (links) und Bo Suk Lee (rechts) mit unserem künstlerischen Leiter Klaus Klinger (mittig))

Unser Kooperationspartner in Bedburg

Die „Elf im Glashaus”

2011 fanden sich elf Künstler*innen zu der Künstlergruppe „Elf im Glashaus” zusammen, in der Absicht, sich einen Ort für regelmäßigen Gedanken- und Ideenaustausch, die Planung und Erarbeitung von gemeinsamen Ausstellungen und Projekten sowie für die ständige Präsentation von bildender Kunst in ihrer Stadt zu schaffen. Vielfalt zeichnet die Gruppe aus, denn sie vertritt sehr verschiedene Sparten der Kunst: Malerei, Bildhauerei, Zeichnung, Grafik, Textilkunst, Fotografie, Lichtkunst und Objektkunst. Alle Mitglieder arbeiten als freischaffende Künstler*innen, unter ihnen mehrere, die bereits nationale oder sogar internationale Anerkennung gefunden haben.

Download der Kampagnenzeitung Bedburg.

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