Hauptmenü

Seiteninhalt

Saúl Luciano Lliuya verklagt RWE

Warum tut er das und wie stehen seine Erfolgsaussichten?

Saúl Luciano Lliuya vor dem Landgericht Essen.

Foto: Germanwatch, Hubert Perschke

Saúl Luciano Lliuya und sein Vater Julio bei der Klageeinreichung vor dem Landgericht Essen am 24.11.2015.

Saúl Luciano Lliuya lebt in der Kleinstadt Huaraz in Peru. Huaraz liegt in den Anden, 3.000 Meter über dem Meeresspiegel, umgeben von Hochgebirge. Die Stadt mit ihren über 50.000 Einwohnern wird von einem schmelzenden Gletschersee bedroht. Deshalb hat Saúl Luciano Lliuya die RWE wegen Mitschuld auf Schadensersatz verklagt. Zwar wies das Landgericht Essen die Klage von Saúl Luciano Lliuya im Dezember 2016 ab – doch schon am 26. Januar 2017 legte seine Anwältin Dr. Roda Verheyen aus Hamburg für ihren Mandanten aus Peru Berufung ein am Oberlandesgericht Hamm. Wir haben sie  als Referentin für unsere Veranstaltung „Klima und Flucht“ am 25. März 2017 in Münster gewinnen können. Die „Klima-Klage gegen RWE“ hat viel Interesse bei den Medien hervorgerufen und wurde von Germanwatch begleitet. Der Klima-Experte und Eine Welt Promotor Stefan Rostock von Germanwatch wird deshalb ebenfalls in unserem Forum berichten.

Das Forum am 25. März 2017 ist Teil unserer 20. Eine Welt-Landeskonferenz NRW in Münster.

Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

Hier finden Sie bei Germanwatch mehr Informationen über den Fall.

Hier finden Sie bei der Tagesschau mehr Informationen über den Fall.

Bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge möglich

„Während sich Europa in diesen Tagen allen voran mit Kriegsvertriebenen beschäftigt, könnte in naher Zukunft eine weitere Welle an Flüchtlingen über die Weltgemeinschaft hereinbrechen: Bis 2050 sollen weltweit voraussichtlich etwa 200 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels auf der Flucht sein. Angesichts dieser Dimensionen erscheint es verwunderlich, warum im jüngst beschlossenen Klimaschutzplan der Bundesregierung viele konkrete Meilensteine und Zielvorgaben hin zu einer treibhausgasneutralen Zukunft gestrichen wurden. Offenbar wird verkannt, dass die Erreichung des Zwei-Grad-Ziels für Deutschland auch von erheblicher sicherheitspolitischer Bedeutung ist. Denn sollte die internationale Staatengemeinschaft an diesem Ziel scheitern, werden sich die bereits prekären Bedingungen in krisengeschüttelten und instabilen Regionen zusätzlich verschärfen – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und Deutschlands.“

Link zur Quelle: Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Arbeitspapier Nr. 27/2016

Eine Welt Netz NRW @ 2017
Bitte benutzen Sie zum Ausdrucken den Druckbutton am Ende jeder Seite.