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„Sommerakademie“, die Zweite – und …. „action“

Junge Sommerakademie vom 5. bis 9. September 2018 im Bergischen Land

Brüten über die Aktion. Teilnehmende der Sommerakademie bei der Planung

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes - denn bei unserer diesjährigen Sommerakademie standen „Aktionen“ im Mittelpunkt. Wie kann ich meine politische Idee oder gesellschaftliche Utopie auf die Straße, in den Hörsaal, ein Gemeindezentrum oder den öffentlichen Diskurs bringen?

Wie können Ideen weiterentwickelt, konkretisiert und umgesetzt werden?

Mit diesen und weiteren Fragen haben wir zur „Aktionswerkstatt“ in die Silvio Gesell Tagungsstätte in Wuppertal geladen. Diesem Ruf sind rund drei Dutzend motivierte, junge Menschen gefolgt und haben mit uns 5 Tage lang diskutiert, geplant, erprobt und schlussendlich GEHANDELT.

Bildergalerie zum Klicken: Eindrücke von der Sommerakademie

Straßentheater "Raus aus der Kohle"

Am Mannesmannufer in Düsseldorf


Wie schon beim lockeren Kennenlernen und einer ersten spielerischen Einheit deutlich wurde, ging es vielen der Teilnehmenden genau darum: Dem allseits bekannten und von ihnen selbst geforderten „Nicht nur Reden, sondern auch Handeln“-Credo gerecht zu werden. Hemmschwellen zu überwinden und konkrete Handlungsoptionen aufgezeigt zu bekommen und zu erarbeiten. Denn an inhaltlicher Auseinandersetzung, das wurde schnell klar, fehlte es bei den Wenigsten. An Ideen und Lösungen zur Umsetzung hingegen vermehrt. Einige berichteten sogar von einer Art Ohnmachtsgefühl in Anbetracht der vielen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Eine zentrale Frage vieler Teilnehmer*innen: „Wo soll man nur anfangen?“

Einblicke und Motivationsschübe

Eine Antwort von Vielen am kommenden Tag:
Eigentlich egal! Hauptsache man fängt an. …"

"Bei mir hatte das damals beispielsweise ganz praktische Gründe, warum ich bei Jugend Rettet angefangen habe“. Dieser „praktische Grund“ war im Fall von …, das er ein Schiff fahren kann. Wilko Beinlich ist Kapitän der lUVENTA, dem Schiff von Jugend Rettet, mit dem bereits mehr als 14. 000 Menschen aus Seenot gerettet wurden. Er ist einer unsere Gäste am zweiten Tag der Akademie, der von seinen Beweggründen für ehrenamtliches Engagement und seinen persönlichen Erfahrungen und berichtet. Inhaltlich woanders verortet, aber nicht weniger spannend waren auch die Einblicke die uns Tobi Rosswog über sein geldfreieres Leben und Karina Drzewo, Pressesprecherin von Ende Gelände, zu ihren Aktionen zum Kohleausstieg mitgebracht haben. Verschiedenste Redner*innen zu verschiedensten Themen also am zweiten Tag der Akademie – die doch eins gemein hatten: Sie haben ein hohes Maß an Motivation freigesetzt.

Vom Reden zum Handeln

Motivation, die am dritten Tag zur Planung und Umsetzung von konkreten Ideen genutzt wurde - und das auf verschiedenste Art und Weise:
Die Einen näherten sich ihrem Herzensthema spielerisch, genau genommen -schauspielerisch. Mit dem Theaterpädagogen Felix Popescu entstand eine Straßenaktion, die sich auf Wunsch der Teilnehmenden mit der Thematik des Hambacher Forsts auseinandergesetzt hat. Eine andere Gruppe arbeitete gemeinsam mit Marie Heitfeld von German Watch mit dem „Handprint-Konzept“ zur Seenotrettung, während wieder Andere sich unterstützt vom Wandelwerk umweltpsychologisch dem Thema „Müll und Müllvermeidung“ näherten.

Polittalk und Straßentheater

Vom konkret im Kleineren Durchdachten ging es dann am Samstag noch einmal auf die größere politische Bühne. In einem Talk stellten sich Iris Witt (Geschäftsführerin Heinrich Böll Stiftung NRW), Andreas Hennig (Engagement Global NRW) und Dr. Maik Nowak vom Gustav-Stresemann-Institut den Fragen und Statements unserer Teilnehmenden. Ein angeregter Austausch auf persönlichem Niveau und gelungener inhaltlicher Abschluss, bevor es am Nachmittag dann wirklich hieß: und …. Action!

Am Rheinufer in Düsseldorf verwandelten die Teilnehmer mit Körper und Kreide einen Teil der Promenade in einen imaginären Wald und ein Kohleabbaugebiet. Beim Straßentheater forderten die Teilnehmer den baldigen Ausstieg aus der Kohle und sprachen sich gegen eine Rodung des Hambacher Forsts aus – und das nicht nur zum Interesse vieler Zuschauer und Spaziergänger, sondern zur Verwunderung der Teilnehmer auch mit einer ordentlichen Portion Spaß. Von „Ohnmacht“ und Hemmschwellen war hier nicht mehr viel zu spüren.

Links:

https://sgt-wuppertal.de/

https://jugendrettet.org/de/

https://geldfreierleben.de/

https://www.ende-gelaende.org/de/

https://www.germanwatch.org/de/startseite

https://www.wandel-werk.org/

https://www.boell-nrw.de/de

https://www.engagement-global.de/

https://www.gsi-bonn.de/

Programm der Sommerakademie als Pdf

Eine Welt Netz NRW @ 2018
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