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Eine zweite Weltbaustelle für Bedburg

Das Bild zeigt eine aus recycelten Materialien gebaute Windmühle mit Steckdosen und einer Kurbel zur Stromerzeugung.

Die temporäre Installation „Fou Energie” von Labor Fou zu SDG 7 (erneuerbaren Energien).

Als eine der ersten Weltbaustellen in der zweiten Projektlaufzeit stürzte sich die Weltbaustelle Bedburg 2018 in die Vorbereitungen. Im Zeitraum von September bis November 2018 konnten so gleich zwei Kunstaktionen stattfinden und die beiden neuen Formate ausprobiert werden. Dass sie sich bewährt haben zeigte sich zum einen am 19.09.2018 bei den Bedburger Schloßgesprächen zur Nachhaltigkeit. Hier wurden bei einem Public Dinner upgecycelte Möbel - aus einem Workshop heraus entstanden - bespielt, gemeinsam gespeist und über die Möglichkeiten vor Ort zu den SDGs aktiv zu werden diskutiert. Als zweite Kunstaktion wurde im November 2018 dann eine Installation vom Künstlerkollektiv Labor Fou geschaffen, die noch bis Ende Januar 2019 in der Lindenstraße, Ecke Zufahrt zum Schloßparkplatz zu sehen war.

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Die Kampagne Weltbaustellen NRW hat im Rahmen der Bedburger Schlossgespräche einen Upcycling-Workshop in Kooperation mit Eltingmöbel aus Essen angeboten, bei dem Möbel aus recycelten Materialien hergestellt wurden. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein öffentliches Abendessen (Public Dinner), bei dem Interessierte selbst mitgebrachte, fairgehandelte, ökologisch angebaute und regionale Köstlichkeiten probieren konnten.
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung findet ihr im Flyer zu den Bedburger Schlossgesprächen.

Labor Fou machten mit ihrer Installation „Founergie” das abstrakte Thema Energie spielerisch erfahrbar sowie durch lichtinstallative Elemente sichtbar und holten es so in den urbanen Raum. Das Kunstwerk war auch gleichzeitig ein Begegnungsraum, der zum Verweilen eingelud, um über die Zukunft der Stadt nachzudenken und zu diskutieren.

Unser Kooperationspartner

In Bedburg war unser Kooperationspartner die Stadt Bedburg. Schon in den letzten Jahren hat sie sich immer wieder für die Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung eingesetzt, beispielsweise mit ihrer Teilnahme am Modellprojekt „Globale Nachhaltige Kommune in NRW“ und der Ausarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Verschiedenste Projekte prägen das zivilgesellschaftliche Engagement vor Ort, zahlreiche Bürgerinnen und Bürger setzen sich für das Gemeinwohl in der Stadt ein, Zusammenhalt wird hier groß geschrieben. Mit den Weltbaustellen aus 2016 und 2018 fanden auch die SDGs einen festen Platz im abwechslungsreichen Kulturprogramm der Stadt und bieten Anknüpfungspunkt für zahlreiche Auseinandersetzung zur Frage nach einer lebenswerten Zukunft für alle. So haben zum Beispiel einige Kinder aus der Grundschule ihr Bild für die Zukunft gestaltet und auch die Erwachsenen in einem Weihnachtsquiz zu den 17 Zielen befragt. Als Preis gab es selbstgebastelte Geschenke aus recyceltem Material.
Die Stadt Bedburg findet ihr auch auf Facebook.

Die Künstler*innen

Eltingmöbel
Im Essener Eltingviertel ist der Sperrmüll allgegenwertig. Oft steht er dort für Tage an den Straßenseiten und trägt so zur Verschmutzung des Viertels bei. Dabei wäre der Großteil der weggeworfenen Gegenstände durchaus noch verwendbar. Aber bürokratische Barrieren und soziale Normen sorgen bisher dafür, dass Sperrmüll für viele Menschen als unantastbar gilt.
Eltingmöbel hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Problem mit ihrem Projekt im wahrsten Sinne des Wortes anzupacken. Über mehrere Monate analysierten sie den Sperrmüll im Essener Eltingviertel und stellten dabei fest, dass er sich in drei größere Guppen aufteilen lässt: Tatsächlicher Müll, noch intakte Möbel sowie kaputte Möbel, deren Überreste sich wunderbar als Baumaterial verwenden lassen. Die letzteren beiden Gruppen bergen unerkanntes und daher ungenutzes Potential, weshalb Eltingmöbel ein System entwickelt hat, welches einen nachhaltigeren Umgang mit Sperrmüll im Essener Eltingvierel etablieren soll. Das Viertel soll dadurch sowohl ästhetisch als auch sozial und kulturell weiterentwickelt werden.

Labor Fou
Die Arbeit von Labor Fou kombiniert Grafik und Ausstellungskunst. Dabei arbeiten sie gerne experimentell, improviseren mit lokalen und wiederverwertbaren Materialien. Sie möchten im öffentlichen Raum intervenieren, um den Zuschauenden eine neue Perspektive aufzuzeigen und den Ort in einem neuen Licht darzustellen.

Hier findet ihr die Kampagnenzeitung zur Weltbaustelle Bedburg.

Hier findet ihr Eindrücke aller Weltbaustellen aus den Jahren 2018, 2019 und 2020 sowie der ersten Projektlaufzeit (2016/17).

Eine Welt Netz NRW @ 2020
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