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Weltbaustelle Oberhausen

Gegenüber vom Theater Oberhausen soll das neue Wandbild entstehen

Foto: Aaron Stratmann

Die zweite Weltbaustelle des Jahres 2020 entsteht in Oberhausen. Eröffnung wollte die Weltbaustelle am 28. März feiern mit Auftakt im Supermarkt der Ideen und Vernissage der Wandbilder der ersten Kampagnenlaufzeit. Dieser Termin wird nun aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Wir halten euch auf dem Laufenden.

In der Weltbaustelle Oberhausen sind verschiedenste Veranstaltungen geplant, von einem Vortrag zum aktuellen Stand der Umsetzung der SDG, über eine Veranstaltung zur Seenotrettung und Streetart-Seminar bis zu einem Filmabend.

Vor Ort werden gleich zwei große Kunstaktionen entstehen: Zunächst wächst direkt gegenüber vom Theater das vorerst letzte große Mural der Kampagne. Involviert sind dabei der lokale Künstler Aaron Stratmann sowie der internationale Wandbild-Spezialist Jade Rivera aus Peru.

Die zweite Kunstaktion gestalten die Künstler*innen Ute Klissenbauer und Jan Aarlt im Rahmen der Freien Universität Oberhausen. Unter dem Motto „UFO UNO“ entsteht ein visuelles Kunstwerk. Ein partizipativer, prozessorientierter Ansatz ermöglicht dabei den Einbezug vieler Perspektiven unterschiedlichster Menschen und den Dialog zu einer zukunftsfähigen Welt und Gesellschaft. In den Schaffensphasen tauschen sich die Künstler*innen beider Kunstaktionen aus und verzahnen die Prozesse. Sobald neue Veranstaltungstermine feststehen, findet ihr sie hier.

Unser Kooperationspartner

Unser Kooperationspartner in Oberhausen ist der Verein Kultur im Turm e.V., der sich direkt am, im und über dem Oberhausener Bahnhof befindet. „Kitev” wurde 2006 von den Ateliers Stark und Tank-FX gegründet und ist ein Labor für ausgefallene Interventionen, beheimatet im Wasserturm des Oberhausener Hauptbahnhofs. Der Turm ist Keimzelle und Austragungsort für Aktionen von hoher künstlerischer Qualität sowie Anlaufstelle für projektbedingte Aufenthalte in der Region. Das Experimentierfeld mit industriellem Charakter lässt immer wieder variable Interpretationsmöglichkeiten zu. kitev unterstützt innovativ, experimentell und interdisziplinär arbeitende Künstlerinnen und Künstler in ihrer Arbeit und ihrer Weiterentwicklung, fördert virulent den Dialog zwischen verschiedenen Kunstsparten und engagiert sich auch im lokalen sozialen Umfeld. So gibt es zum Beispiel eine Freie Universität mit diversen Kursen oder die Refugee's Kitchen. Als soziokulturelles Zentrum organisiert Kitev zudem Konzerte auf dem Museumsbahnsteig oder unterstützt gemeinsame Cafénachmittage im Unterhaus uvm.
Den Verein „Kivet” findet ihr auch auf Facebook.

Die Künstler*innen

Ute Klissenbauer
Die Künstlerin Ute Klissenbauer beschäftigt sich seit 2003 mit dem Themenkomplex Vereinte Nationen und Kosmopolitismus. Nachdem sie das Kunst- und Forschungsprojekt UFO UNO 2006 in Form einer Konferenz und Ausstellung unter dem Titel UFO UNO – Vereinte Nationen, Öffentlichkeit und Kunst am Frankfurter Kunstverein vorgestellt hatte, setzte sie ihre Arbeit im Rahmen eines wissenschaftlichen und eines künstlerischen Projekts zur UN-Mission in Liberia fort. Zusammen mit Stefan Schroer entwickelt sie derzeit ein Webmagazin für interdisziplinäre kritische UN-Studien, hält Vorträge und bietet Workshops an.

Jan Arlt
Jan Arlt absolvierte das Studium der Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln und schloss dieses mit dem Diplom Audiovisuelle Medien erfolgreich ab. Seit 2004 konzipierte und realisierte er zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Performances, Filme und Produktionen. Er beendete das Fernstudium der Sozialtherapie an der Theologischen Hochschule Friedensau mit den Schwerpunkten Thanatologie, Ethik und Kommunikation erfolgreich. Arlt wurde zu Gastvorlesungen an der AAB-Universität in Prischtina, an der Kunsthochschule für Medien und an der Deutschen Sporthochschule in Köln eingeladen.
Eigene Werke und Gemeinschaftsarbeiten finden sich hier: Art Colgne Köln, Beethovenhaus Bonn, Impakt Festival Utrecht, Ungdomshuset Kopenhagen, Ludwiggalerie Oberhausen, Blacks Club London, BACC Bangkok, KW Berlin, Digital Marakech, Wallraf-Richartz-Museum Köln, Museum Folkwang Essen, Museum Ludwig Köln, Cabaret Voltaire Zürich, MoMA PS1 New York und auf der 53. Biennale von Venedig.

Aaron St.
Aaron St. ist ein interdisziplinärer Künstler aus dem Ruhrgebiet. Er setzt sich viel mit zeitgemäßen Themen auseinander und hat unterschiedliche Wege und Medien, diese zu interpretieren. Seine Ausdrucksformen sind die Malerei, Installation, choreografische Arbeiten, sowie Aufträge für Bühnenbilder sowohl an Stadttheatern als auch für unabhängige Compagnien. Oft sind es Themen, die sich mit utopisch angestrebten Welten, Wunschmaschinen oder allgemein dem Umgang mit Erde, Mensch und Tier auseinandersetzen. Bei der Materialwahl setzt er auf Upcycling und Umnutzung von scheinbar nutzlosen oder einseitigen Dingen. So inspirieren seine Arbeiten immer wieder zu einer selbstbestimmten, reflektierten Lebensart und kreativen Auseinandersetzung mit Konsum und Kunst.

Jade Rivera
Jade Rivera wurde 1983 in Junin, Peru, geboren. Im Alter von sieben Monaten wanderte er mit seiner Mutter nach Lima aus. Rivera wuchs im Bezirk Chorrillos auf, studierte in einer nationalen Schule, wo seine Neugierde für Kunst geweckt wurde, als er elf Jahre alt war. Der Unterricht an seiner Schule konnte ihn nie so richtig begeistern und sein wachsendes Interesse an der Kunst motivierte ihn daher, sich mehr dem Zeichnen und Malen zu widmen. Im Alter von siebzehn Jahren studierte er an der Pre National School of Fine Arts, gab aber in letzter Minute auf und entwickelte seine Arbeit empirisch weiter. Rivera arbeitet seit 1997 als Autodidakt. Rivera ist für seine großformatigen Wandmalereien und auch für seine Miniaturen in verschiedenen Teilen der Welt bekannt. Neben seiner Arbeit als Stadtkünstler verbringt Jade einen Großteil seiner Zeit damit, im Atelier zu arbeiten und sich mit traditionelleren Techniken wie Öl und Aquarell zu beschäftigen.

Hier findet ihr aktuelle Termine zu allen laufenden Weltbaustellen.

Hier findet ihr Eindrücke der Weltbaustellen aus den Jahren 2018 und 2019.

Eine Welt Netz NRW @ 2020
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