Hauptmenü

Seiteninhalt

Fit für 2030

Praxiswerkstätten für Nachhaltige Entwicklung: Von August bis Dezember

Foto: Husna Miskandar on Unsplash

Wie man mit Gruppendynamik lebendigere Veranstaltungen erreicht, ist Thema eines der Workshops in der Reihe "Fit für 2030". Immer geht es dabei ebenso um nachhaltige Wirkung wie auch um Wirkung für mehr Nachhaltigkeit.

Dr. Malte Wulfinghoff und Hans-Christoph Boppel sind Referenten des Workshops „Bildung für Nachhaltige Entwicklung für 2030“, der am 10. Dezember 2020 online stattfindet. Der Workshop ist Teil eines Veranstaltungsprogramms „Fit für 2030“, das am 28. August 2020 startet. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung will mit ihren 17 ambitionierten global verbindlichen Entwicklungszielen zur Transformation der Welt beitragen. Dazu ist sie auf die kritische Begleitung und tatkräftige Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen angewiesen. Zur Umsetzung der Agenda 2030 braucht es den Dialog und die Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten, Zusammenhängen, Organisationen und Institutionen. Das Eine Welt Netz NRW beteiligt sich aktiv an der Seminarreihe „Fit für 2030“.

Damit wollen wir entwicklungspolitische und Nachhaltigkeitsakteuer*innen darin stärken – auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung - Dialogprozesse noch kompetenter zu moderieren, bereits vorhandene Akteuer*innen in ihrem Engagement zu stärken und noch mehr Menschen zu gewinnen, die sich für Nachhaltigkeitsprozesse in unserer Gesellschaft einsetzen. Die meisten Praxiswerkstätten finden als Online-Seminar statt, vereinzelt werden aber auch Präsenzveranstaltungen mit reduzierter Teilnehmer*innenzahl angeboten. Alle Seminare richten sich an zivilgesellschaftliche Aktive in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die sich in den Bereichen Eine Welt und Nachhaltigkeit engagieren.

Link: Alle Termine in der Übersicht

Corona vs. Entwicklungsziele

Folgen der Pandemie für Globale Nachhaltigkeitsziele

Photo by Tucker Tangeman on Unsplash

Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen Das sechste der Welt-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen betrifft Wasser: Der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist ein Menschenrecht und zusammen mit der Ressource Wasser ein entscheidender Faktor für alle Aspekte der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung.

Die Maßnahmen, mit denen die Regierungen auf Corona reagieren, haben gravierende Folgen für die globale Nachhaltigkeitsagenda. Auch wenn sich das ganze Ausmaß der Krise und ihrer Auswirkungen derzeit noch nicht abschätzen lässt, droht schon jetzt die Gefahr, dass die Pandemie die Verwirklichung der international vereinbarten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) in ihrer Gesamtheit gefährdet. Ein Briefing des Global Policy Forums aus Bonn skizziert Ende Mai 2020 für jedes der 17 Entwicklungsziele anhand einiger punktueller Beispiele, welches Ausmaß die globale Coronakrise in verschiedenen Sektoren haben kann. Es macht deutlich, dass die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihre Nachhaltigkeitsziele scheitern werden, wenn sie in den politischen Antworten auf die Coronakrise nicht systematisch berücksichtigt werden. Die internationale Gemeinschaft hat bereits eine erste Initiative beschlossen. So wollen die G20 den 76 ärmsten Ländern die Rückzahlungsraten bei bilateralen Krediten für den Rest des Jahres stunden.  Um die Schuldenlast langfristig tragbar zu machen, müssten allerdings Schulden tatsächlich erlassen werden.

Link zu Website des Global Policy Forums mit Download des Briefings

Digitale Kampagne für die Agenda 2030

Dr. Kambiz Ghawami : „Mitmachen für SDG in allen Sprachen und Dialekten“

Photo: Macau Photo Agency on Unsplash

Die weltweite Coronakrise zeigt die Dringlichkeit der UN-Agenda 2030 und ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele. So sieht Ziel 3 internationale Maßnahmen für „Gesundheit und Wohlergehen“ vor, Ziel 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“. Dabei setzt die Agenda 2030 auf gemeinsame Anstrengungen weltweit. Kein Mensch soll zurückbleiben – „leave no one behind“, lautet die Leitidee. Eine neue digitale Kampagne macht darauf aufmerksam. Während einzelne Nationalstaaten ihre Grenzen schließen und versuchen, das Bestmögliche für die eigene Bevölkerung herauszuholen, setzt die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDG) auf die Idee weltweiter Solidarität und gemeinsame Anstrengungen, um ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen zu erreichen.

Mehr

Neben Ziel 3 (Gesundheitsversorgung) und Ziel 6 (Sauberes Wasser) sind insbesondere Ziel 1 (Armutsbekämpfung), Ziel 2 (Kein Hunger) und Ziel 10 (Weniger Ungleichheiten) von enormer Bedeutung, um die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wirkungsvoll und langfristig zu bekämpfen. Die zentrale Idee der Agenda, die von den Vereinten Nationen im September 2015 in New York verabschiedet wurde, lautet „leave no one behind“. 

„An diese Leitidee knüpfen wir an“ so Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des World University Service (WUS). „Mit der bundesweiten digitalen Kampagne ‚Alle bleiben zu Hause, keiner bleibt zurück‘ spannen wir ein internationales Netz regionaler Dialekte und Sprachen aus aller Welt, um zu zeigen, dass Solidarität keine Grenzen kennt und die SDGs die Antwort gegen Isolationismus und Protektionismus sind“, so Ghawami abschließend.

Alle sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen!

Link zur Kampagnen-Website

Sustainable Development Goals

Drei Mega-Displays zu Fairem Handel, Fleischkonsum und zu Geld

Eine Besucherin betrachtet die Ausstellungs-Displays

Foto: M.Belle

Drei Displays in Übergröße stellen jeweils ein Motiv einer Großplakat-Kampagne aus den letzten Jahren in Bezug zu den Welt-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen.

Mit drei Displays in Übergröße (149 x 230 cm) verbinden wir exemplarisch drei entwicklungspolitische Themen mit mehreren Welt-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen.

Fairer Handel:
Seit Generationen engagieren sich Menschen für Gerechtigkeit im Welthandel. 1,62 Milliarden Euro Fairtrade-Umsatz in Deutschland (2018) sind ihre Leistung. In globalen Lieferketten sind verbindliche Standards für Menschenrechte und Naturschutz nötig. Freier Handel muss mehr Wertschöpfung in armen Ländern ermöglichen. Ein gerechterer Welthandel kann viele Beiträge zu den Welt-Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen leisten.

Fortsetzung

Fleisch: Frauen essen in Deutschland nur halb so viel Fleisch wie Männer. Das ist klug, denn viel Fleisch führt zu Problemen mit Gülle, Antibiotika, Klimaschäden, Abholzung oder Landraub. Gegen den Welthunger hilft Getreide besser als Fleisch. In Deutschland sinkt der Fleischkonsum. Weniger Fleisch – auch so lässt sich ein Beitrag zu den Welt-Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen leisten.

Geld: 6.000 Milliarden Euro umfasst das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte. Geld ist ein gutes Feld fürs Engagement: Die Divestment-Bewegung will z.B. fossilen Industrien den Geldhahn zudrehen. Bei Oikocredit legen 57.000 Menschen ihr Geld zugunsten von Entwicklungsprojekten an. Eigentum verpflichtet, sagt unser Grundgesetz. Auch mit dem eigenen Geld lässt sich etwas beitragen zu den Welt-Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen.

Download der drei Display-Motive als pdf

Mehr Infos bei:

Manfred.Belle@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Tel. 02 51 - 28 46 69 -12

Bildergalerie

Die 2030 Agenda

Im September 2015 wurde auf einem Sondergipfel der Vereinten Nationen die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung mit den sogenannten Sustainable Development Goals (Globale Entwicklungsziele, SDG) verabschiedet. Die 2030-Agenda, auf die sich die Staaten in internationalen, zwischenstaatlichen Verhandlungen geeinigt haben, wird das zentrale Rahmenwerk für die internationale Zusammenarbeit bis 2030 sein. Im Kern soll sie Armutsüberwindung mit dem Schutz der Umwelt verknüpfen.  “Universell“ ist das Schlagwort der Schlusserklärung des Sondergipfels.

Was war das Neue an den SDG?

Dies  ist eine der wesentlichsten Neuerungen: Die neuen Ziele gelten für alle Länder. Konsumverhalten und Lebensstil sollen künftig so gestaltet werden, dass alle Menschen in Sicherheit und Würde leben können. Dieses Ziel muss innerhalb der planetarischen Grenzen erreicht werden. Besonders dies ist vor allem eine Aufgabe für Industrie- und Schwellenländer.

Deutschland ist nun auch Entwicklungsland –  wie im Slogan vom „Entwicklungsland D“, der vom Eine Welt Netz NRW bereits seit den 90er Jahren geprägt wurde.  So betrifft besonders der Schutz globaler Umweltgüter alle Länder, aber auch speziell Deutschland, ebenso wie die Veränderung hin zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern. Aber auch das Ziel, Ungerechtigkeit innerhalb und zwischen Ländern zu reduzieren, erfordert einen Beitrag der deutschen Politik.

Neben einer adäquaten finanziellen Unterfütterung der Ziele, ist es vor allem der politische Wille der einzelnen Nationen, die sich zu den Zielen bekannt haben, der entscheidend für Erfolg oder Misserfolg der 2030-Agenda sein wird. Es wird sich zeigen, ob die Industrie- und Schwellenländer in der Lage sind, ihre Politikfelder, auch Handels- Wirtschafts- und Finanzpolitik, auf die Ziele der Agenda und damit auf nachhaltige Entwicklung auszurichten.

Das Eine Welt Netz NRW sieht seine Projekte und Programme als Beiträge zur Umsetzung der 2030-Agenda. Wir wollen darauf hinwirken, dass diese Chance zur Transformation hin zu einer gerechten und nachhaltigen Welt genutzt wird.

Link zu den Vereinten Nationen mit dem Download der SDG-Symbole.

Link zu einem kurzen Erklärfilm zu den SDG von Brot für die Welt.

Informationen zur 2030 Agenda

Download: Die vollständige Agenda 2030, Dokument der Vereinten Nationen, 2015

Link: Der SDG-Atlas der Weltbank

Download: Die Sustainable Development Goals, Hrsg.: Brot für die Welt, Berlin 2016

Download: Die 2030-Agenda, Hrsg.: terre des hommes u.a., Bonn 2017

Link: Vereinte Nationen, Division for Sustainable Development (UN-DESA)

Link: Online Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zu den Vereinten Nationen

Link: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Link: Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO)

Link: Informationsportal 2030 Agenda des Global Policy Forum

Link:  SDG Lernplattform des Welthaus Bielefeld

Link: Studien des Südwind Instituts u.a. zur Rolle des Privatsektors bei der 2030 Agenda

Link: Wo steht Deine Kommune auf dem Weg zur Nachhaltigkeit?

Eine Welt Netz NRW @ 2020
Bitte benutzen Sie zum Ausdrucken den Druckbutton am Ende jeder Seite.