Dieser Service richtet sich an Menschen, die mit einem Teil ihres privaten Vermögens für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit wirksam werden wollen. Wir unterstützen Geberinnen und Stifterinnen bei diesem Ziel durch Beratung auf Augenhöhe.

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Engagement-Beratung

Unser Service für Vermögen und Verantwortung

Installation eines Photovoltaik-Moduls in Tansania

Foto: Creative Common Lizenz, Public Radio International

Dieser Service richtet sich an Menschen, die mit einem Teil ihres privaten Vermögens für globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit wirksam werden wollen. Wir unterstützen Geber*innen und Stifter*innen bei diesem Ziel durch Beratung auf Augenhöhe. Diese Beratung ist ein offener Prozess, der sich ganz an den individuellen Möglichkeiten und Wünsche orientiert. Der Handlungsrahmen für uns sind dabei die 17 Welt-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). Das Haus des Stiftens in München bildet für solche Beratungsprozesse gemeinsam mit der Fundraising Akademie in Frankfurt und der Phineo AG aus Berlin sogenannte „Engagement-Berater/innen“ aus, die in ihrer Rolle als „Advisor Philanthropy“ Vermögende individuell und qualifiziert beraten und begleiten.

Zwei Engagement Berater*innen stehen Ihnen bei uns zur Verfügung:

Vera Dittgen, Tel. 02 51 – 28 46 69 -21, vera.dittgen@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Manfred Belle, Tel. 02 51 – 28 46 69 -12, manfred.belle@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de 

Das Ziel: Zu mehr Engagement ermutigen

Man kann sich das enorme private Vermögen in Deutschland als eine große Ackerfläche vorstellen, die ganz unterschiedlich bestellt ist: Einen großen Teil ihrer Mittel bauen die Deutschen auf den „Konsumäckern“ an, zum Beispiel für Möbel, Reisen, Autos und natürlich für Smartphones und Katzenfutter. In Deutschland ist das jährlich ein Betrag von ca. 1.400 Mrd. Euro. Auf den „Sparäckern“ stehen zum Beispiel Sparguthaben, Depotvermögen, Immobilien usw.  Sie haben nach den niedrigsten Angaben einen Umfang von ca. 6.100 Mrd. Euro. Daneben gibt es auch den „Steueracker“ mit den Pflicht-Abgaben für den Gemeinnutz im weitesten Sinne: In Deutschland waren dies 2010 etwa 233 Mrd. Euro. 

Der letzte Bereich ist schließlich der „Engagement-Acker“, wo die Menschen freiwillig etwas geben. Manche setzen ihr Geld in einjährige Pflanzen ein (Spenden), andere pflanzen Bäume, die über eine lange Zeit hin Früchte tragen (z.B. Stiftungen). In Deutschland werden auf dem Engagement-Acker ca. 5 Mrd. Euro pro Jahr neu angebaut. Auf die gesamte Größe Deutschlands gerechnet ist der Engagement-Acker bisher ein sehr kleiner  Fleck auf der Landkarte – kleiner als die Fläche der Stadt Bielefeld. Deutschland ist also von einem wirklich breiten freiwilligen Engagement Vermögender noch weit entfernt. Auch der in den letzten Jahren viel zitierte „Boom“ im Stiftungswesen hat das noch nicht grundlegend geändert.

Wir wollen mit unserer Engagement-Beratung in diesem Sinne dazu beitragen, dass „dieses Bielefeld größer wird.“

Das Konzept: „Plan B“

Die Autoren des „Plan B“ sind Philipp Hof und Michael Busch vom Haus des Stiftens in München. Es bringt in ihren Augen wenig, eine fehlende Engagement-Bereitschaft vermögender Privatpersonen zu beklagen oder pauschal an deren Verantwortungsgefühl zu appellieren. Die grundsätzliche Bereitschaft zum Engagement ist da. Aber der Umfang des tatsächlich ausgeführten finanziellen Engagements ist, verglichen mit dem Potenzial der vermögenden Menschen, in der Tat noch viel zu gering. Entwicklungspolitisch Engagierte kennen dieses Phänomen bei Konsument*innen aus dem Fairen Handel: Fast alle finden Fairen Handel gut, doch viel zu wenige kaufen diese Produkte dann wirklich.

Es muss also in erster Linie darum gehen, die Diskrepanz zwischen der Bereitschaft zum Engagement und dem Umfang des Engagements  zu verstehen und etwas dazu beizutragen, dass sich dieser Unterschied verringert. Der „Plan B“ geht von der These aus, dass Vermögende bei ihrem finanziellen Engagement das wichtige Gefühl der Selbstwirksamkeit vermissen. Deshalb geht es ihnen persönlich noch nicht so nah, dass sie sich in dem Maße dafür einsetzen, wie es für sie in anderen Lebensbereichen selbstverständlich ist. Sie sind bereit zu geben, aber sie empfinden dieses Geben noch in erster Linie als ein „Abgeben“. Es fehlt der unmittelbare Bezug dazu, was ihr Geben bewirkt und was es bedeutet, „mehr zu geben“. Deswegen setzen sie auch den Umfang ihres Gebens nicht in Bezug zu ihrem Potenzial.

Für Nichtregierungs-Organisationen ist es wichtig, potenzielle Geber*innen und Stifter*innen durch Beratung (und nicht durch verblümte „Verkaufsgespräche“) zu unterstützen und sie gemäß ihrer individuellen Möglichkeiten und Wünsche einzubinden.

Das Haus des Stiftens bildet dafür gemeinsam mit der Fundraising Akademie „Engagement-Berater/innen“ aus, die in ihrer Rolle als „Advisor Philanthropy“ Vermögende individuell beraten und begleiten können.

Bei Interesse sprechen Sie die Engagement Berater*innen beim Eine Welt Netz NRW an:

Vera Dittgen, Tel. 02 51 – 28 46 69 -21, vera.dittgen@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Manfred Belle, Tel. 02 51 – 28 46 69 -12, manfred.belle@remove-this.eine-welt-netz-nrw.de

Link zur Schriftenreihe der Engagement-Beratung „Plan B“

Link zum Download des Arbeitspapiers "Gestiftete Entwicklung?" von Brot für die Welt, Misereor und Global Policy Forum (2017)

Eine Welt Netz NRW @ 2017
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