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Informationen zum Hintergrund

Die Idee zum Projekt „Die Zukunft des Eine Welt-Engagements in Nordrhein-Westfalen“ entstand bereits im Jahr 2017. „Wir haben in Projekten und im Promotor*innenprogramm verstärkt wahrgenommen, dass sich die Engagementlandschaft zunehmend ändert: Etablierte Gruppen und Netzwerke lösen sich auf, neue Gruppen gründen sich und neue Formen der Selbstorganisation entstehen, abseits von bereits bekannten Strukturen. Die Themenvielfalt wächst und die gesellschaftlichen und engagementpolitischen Rahmenbedingungen verschärfen sich.

Wir haben gemerkt: wir müssen genauer hinschauen und herausfinden, was die Akteure bewegt, vor welchen Herausforderungen sie stehen und wie wir gemeinsam die Rahmenbedingungen für zukünftiges Eine Welt-Engagement gestalten können“, sagt Udo Schlüter, Geschäftsführer des Eine Welt Netz NRW. In Fachgesprächen, Arbeitstreffen und einem eigens dafür konzipierten Vorprojekt, wurden die Ziele und Zielgruppen abgesteckt, Kooperationen angebahnt und ein konkretes Projektdesign erarbeitet. Anfang 2020 war es dann soweit und das Projekt „Die Zukunft des Eine Welt-Engagements in Nordrhein-Westfalen“ konnte starten.

Welches Ziel wir haben

Ziel des Projekts ist es, bis Ende 2021 strategische Weiterentwicklungsansätze für das Eine Welt-Engagement in Nordrhein-Westfalen zu identifizieren. In einem sehr breit angelegten, partizipativen und methodenreichen Prozess soll ein systematischer und umfassender Überblick über die sich dynamisch ändernde Akteurslandschaft und ihre Entwicklung geschaffen werden. Es geht darum, Arbeitsansätze, Herausforderungen, Engagementformen und -hintergründe kennenzulernen und gemeinsam Zukunftsfragen herauszuarbeiten sowie erfolgversprechende Ansätze des Eine Welt-Engagements weiterzuentwickeln. Die Eine Welt-Szene ist immer in Bewegung. Sie ist gekennzeichnet von vielen unterschiedlichen Menschen, einer großen Breite an Themen, Motiven und Formen des Engagements und wird getragen von einer breiten Akteurslandschaft auf zivilgesellschaftlicher und kommunaler Ebene. Diese Breite gilt es wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu fördern.

Erster Schritt

In einem ersten Schritt  werden das Eine Welt-Engagement und seine Akteure in Nordrhein-Westfalen erfasst. Es entsteht eine frei zugängliche und interaktive Online-Karte, auf der das vielfältige Eine Welt-Engagement in NRW abgebildet wird. Die Karte soll die Kontaktaufnahme, die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch zwischen unterschiedlichen Akteuren erleichtern und ihr Engagement sichtbarer machen. Die Karte entsteht in Zusammenarbeit mit den Macher*innen der Karte von Morgen Nähere Informationen zur Karte von Morgen sind in dieser Newsletter-Ausgabe zu finden.

Zweiter Schritt

In einem zweiten Schritt wollen wir mit unterschiedlichen Methoden Arbeitsansätze, Engagementhintergründe und- formen, Herausforderungen und Bedarfe identifizieren. Neben einem schriftlichen Fragebogen werden dazu Fokusgruppengespräche stattfinden. Einen Einblick in biografische Hintergründe und die Art des derzeitigen Engagements möchten wir durch Peer-to-Peer- und Telefoninterviews erlangen. Durch Runde Tische und Einzelgespräche mit politischen Entscheidungsträger*innen aus Bund, Land und Kommune zu strukturellen Herausforderungen und Wünschen, sollen Antworten auf die Fragen gefunden werden, welche Informationen diese benötigen, was sie wie befördern möchten und welche Unterstützung sie dafür brauchen.

Zukunftswerkstätten

In Zukunftswerkstätten nach Robert Jungk werden mit Teilnehmer*innen aus den unterschiedlichen Akteurskreisen Problembereiche, Visionen für die Zukunft und Realisierungsideen erarbeitet. Auf Grundlage der Ergebnisse aus Modul 2 und der Zukunftswerkstätten werden in  Methodenwerkstätten und Entwicklungsworkshops neue Ansätze, Methoden und Themen weiterbearbeitet. Diese Workshops werden durch attraktive Fachimpulse eingeleitet und sollen eine hohe Anwendungsrelevanz beinhalten. Begleitet werden diese Aktivitäten durch Vernetzungstreffen mit anderen Verbänden und Netzwerken, um andere Ansätze kennenzulernen und neue Kooperationen aufzubauen.  

Open Source: Die Resultate werden für alle nutzbar sein

Die wesentlichen Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekts werden u.a. in einer Publikation aufbereitet und damit der interessierten (Fach-)Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eine Welt Netz NRW @ 2020
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