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Soforthilfen für Namibia

Starkes Engagement von Weltwärts-Rückkehrerinnen aus Köln

Straßencafé ohne Gäste in einer Siedlung bei Swakopmund, Namibia.

Photo by Anqi Lu on Unsplash

Straßencafé ohne Gäste in einer Siedlung bei Swakopmund, Namibia.

Engagierte Rückkehrer*innen aus dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts haben im Jahr 2015 in Köln den Verein Tangeni Shilongo Namibia gegründet und seitdem eine beeindruckende Solidaritätsarbeit auf die Beine gestellt. Besonders geprägt ist Ihre Arbeit derzeit von der Corona-Situation im Land. Sie berichten im Dezember 2020: "Nach einem ersten harten Lockdown mit geschlossenen Grenzen, Ausgangssperren und dem kompletten Verzicht auf touristische Angebote – Namibias zweitwichtigstem Wirtschaftszweig – sind Namibias COVID-19-Fallzahlen stark gesunken und das Land ist langsam wieder auf dem Weg in die Normalität. Keine leichte Aufgabe, wenn etliche Kleinunternehmen den Lockdown nicht überstanden haben und auch der einstigen Mittelschicht kaum noch Geld zur Verfügung steht.

Für Namibia ist klar: die Touristen müssen wiederkommen. Und tatsächlich landen jeden Tag wieder eine Handvoll Flieger am einzigen internationalen Flughafen in der Hauptstadt Windhoek. Die geringen Infektionszahlen und noch geringere Sterberate ließen Corona langsam aus den Gedanken der Menschen verschwinden und in vielen Orten wurden die Hygiene- und Abstandsmaßregeln kaum noch eingehalten. Auch nicht bei den Kommunal-Wahlen im November 2020, bei denen wie üblich etliche Menschen über Stunden gemeinsam Schlange standen. Dies zeigt bereits erste Folgen und im Dezember 2020 wurden wieder vergleichsweise hohe Zahlen gemeldet. Obwohl auch in Namibia Ende 2020 die zweite Welle begann sind die Fallzahlen noch überschaubar und für die Menschen hängt viel davon ab, dass das Land einen guten Mittelweg zwischen restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung und gleichzeitig offenem Tourismus zum Erhalt der Wirtschaft findet."

www.tangeni-shilongo-namibia.de

Globale CORONA – Solidarität NRW

Soforthilfe für 32 Projekte in Ghana um 300.000 Euro aufgestockt

Photo by Fred Kearney on Unsplash

Dieses Foto zeigt nicht den Staatssekretär Dr. Speich, sondern Nana Albert, der im Jahr 2019 in Ghana vom Fotografen Fred Kearney porträtiert wurde. Wie überall auf der Welt sind auch in Ghana alte Menschen einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, an Covid-19 zu erkranken.

Nordrhein-Westfalen hat die humanitäre Corona-Soforthilfe für das afrikanische Partnerland Ghana verdreifacht. Zusätzlich zu den bereits im Juni bewilligten 150.000 Euro stellt die Landesregierung im September 2020 jetzt weitere 300.000 Euro bereit. Das war ein großer Erfolg der Initiative für Corona-Solidarität: Der Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Mark Speich, hatte am 24. Juni 2020 bei einem gemeinsamen Workshop mit dem Eine Welt Netz NRW mitgeteilt, dass das Land Nordrhein-Westfalen 150.000 Euro als zusätzliche Soforthilfe für Projekte der Corona-Hilfen in Ghana zur Verfügung stellen wird. Das Eine Welt Netz NRW begrüßt die Aufstockung vom September 2020 sehr. Die Mittel werden für die dringend benötigte Hygiene-, Wasser-, Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung eingesetzt.

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Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: „Nordrhein-Westfalen steht an der Seite von Ghana. Mit der Soforthilfe helfen wir, den Alltag unserer ghanaischen Partner und Freunde in dieser Notlage zu verbessern. Nach wie vor gilt: Internationale Solidarität und Zusammenhalt bekämpfen das Virus.“ Mit der zweiten Tranche der Soforthilfe werden 32 Projekte in Ghana unterstützt, die von Trägern aus Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden. So organisiert zum Beispiel der Düsseldorfer Verein Behofa Help Africa die Versorgung von 300 Kindern aus drei Dörfern mit kostenlosem Schulessen, das durch die Pandemie weggefallen war. Mit der Soforthilfe können jetzt Lebensmittel, Seife und Waschstationen beschafft werden. Die Afos Stiftung aus Köln unterstützt mit ihrem Projekt die lokale Produktion von Masken und Desinfektionsmitteln in Ghana. Ein weiteres Beispiel ist der Freundeskreis Ghana aus St. Dionysius Nordwalde, der sich um die Wasserversorgung von zwei Schulen und einem Gemeindezentrum kümmert. Weitere Projekte unterstützen den Brunnenbau oder stellen sogenannte „Veronica buckets“, spezielle Eimer mit Wasserhähnen zum Händewaschen, zur Verfügung. Nordrhein-Westfalen und Ghana verbindet seit 2007 eine Partnerschaft, die von engen Beziehungen in Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft getragen wird.

Link zur Übersicht aller 32 geförderten Projekte

Nothilfe für Ruanda

Verein aus Ostbevern bittt um Hilfe für HIV-infizierte Kinder

Foto: 1000 Hügel e.V. Ostbevern

Ruanda hat etwas mit Deutschland gemeinsam: Trotz relativ guter wirtschaftlicher Entwicklung gibt es Kinder in Not. Besonders groß ist diese bei Kindern mit HIV-Infektion, deren Familien wegen Corona das Einkommen wegbricht.

Im Rahmen der Corona-Nothilfe unterstützt der Verein 1000 Hügel aus Ostbevern im Münsterland seit April 2020 in verschiedenen Regionen Ruandas Bedürftige mit Lebensmittel-Paketen. Zu Beginn sind über 450 Pakete à 20 kg an Streetkids in Batwa und Alleinerziehende in Gisenyi verteilt worden, weitere Hilfspakete sollen folgen. Der Schwerpunkt der Hilfe liegt bei Kindern und Jugendlichen, die seit ihrer Geburt mit HIV infiziert sind. Durch die wochenlange Ausgangssperre ist vielen Familien das ohnehin geringe Einkommen weggebrochen. Aufgrund ihrer HIV-Infektionen müssen die Kinder täglich Medikamente einnehmen. Auf leeren Magen sind die Nebenwirkungen jedoch so stark, dass die Behandlungen oft abgebrochen werden müssen. Die Folgen sind dramatisch. „Wir sind sehr froh, dass es uns möglich ist, Pakete mit Mehl, Bohnen, Reis, Öl und Zucker über unseren Projektpartner “We Act for Hope” an die Bedürftigen Kinder in Kigali verteilen zu können“, so die Vorsitzende des Vereins 1000 Hügel, Janine Frönd.

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Der Bedarf ist leider noch höher und daher bittet sie dringend um Unterstützung. Ein Paket reicht, um eine fünfköpfige Familie etwa einen Monat zu versorgen und kostet 20 Euro.

Spendenkonto:

1000 Hügel e.V.
DE12 4005 0150 0034 4499 75
BIC: WELADED1MST
Sparkasse Münsterland-Ost
 
1000 Hügel e.V.
Verein für Bildung und Gesundheit in Ruanda
Kardinal-von-Galen-Str. 10
48346 Ostbevern
Tel.  0 25 32 – 95 75 45

info@remove-this.1000huegel.de 

www.1000huegel.de

Yes Afrika aus Hamm bittet um Spenden

Zusammenarbeit mit Service Sans Limites (SSL) für Frauen in Guinea

Photo by Muhammadtaha Ibrahim Ma'aji, Unsplash.com

Der Fotograf Muhammadtaha Ibrahim Ma'aji porträtierte diese Frau aus Guinea

Yes Afrika e.V aus Hamm ist ein Verband für Bildung, Kultur, soziale Integration und entwicklungspolitische Maßnahmen in Deutschland. Im Juni 2020 starteten die engagierten einen Spendenaufruf für Corona-Hilfe für Frauen in Afrika: „Die Corona-Pandemie hat sich weltweit ausgebreitet. Viele Länder haben Ausgangssperren, Versammlungsverbote und strenge Hygienemaßnahmen verhängt, ähnlich wie wir sie hier erleben. Doch wie sollen die Menschen in afrikanischen Ländern diese Maßnahme umsetzen? Schlimmer noch als die Angst vor dem Virus ist, dass die große Mehrheit der Menschen um ihr tägliches Überleben besorgt ist. Deshalb ist Yes Afrika e.V. mit seiner Partnerorganisation, Service Sans Limites (SSL), bereits unter diesen schwierigen Bedingungen vor Ort und hat Desinfektionsmittel, Seife und Atemschutzmasken verteilt, um das Infektionsrisiko zu verringern.

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Ferner wurden Handwascheinrichtungen in stark frequentierten Gebieten installiert und Aufklärungs- und Präventionskampagnen durchgeführt. Um aber einen nachhaltigen Beitrag zur Bekämpfung dieser Pandemie zu leisten, möchte Yes Afrika e.V. Nähmaschinen und Nähzubehör für Frauen anschaffen, damit diese Zielgruppen ihre Masken in abgelegenen Dörfern des Landes, zum Beispiel in der Republik Guinea, selbst nähen und kostenlos verteilen können. Nach der Corona-Pandemie kann diese Nähmaschine als Empowerment-Arbeit für Frauen eingesetzt werden - um ihre eigene Existenz zu sichern und nicht dauerhaft von ihren Männern in Abhängigkeit zu leben. Deshalb bitten wir Sie angesichts dieser schwierigen Situation um eine Spende.

Stichwort Coronahilfe Afrika - Guinea 2020
Yes Afrika e.V Hamm
IBAN: DE89 4105 0095 0000 1742 35
BIC: WELADED1HAM

Yes Afrika e.V.
Wilhelmstr. 64
59067 Hamm
Tel.: 0 23 81 – 27 90 59 7

http://www.yes-afrika.de

kontakt@remove-this.yes-afrika.de

100.000 Masken für die zweite Heimat

Dank-Geschenk der vietnamesischen Gemeinschaft für Deutschland

Photo by Li Lin on Unsplash

Mund-Nasen-Masken schützen die Menschen und schaffen gleichzeitig eine Gemeinsamkeit

Insgesamt 100.000 Nasen-Mund-Masken spendete die vietnamesische Gemeinschaft für Deutschland. „Jedes Bundesland erhält  6.250 Masken“ – diese Nachricht erhielt unsere Geschäftsführerin Monika Dülge im Mai aus der Düsseldorfer Staatskanzlei. Zusammen mit Sebastian van Ledden stellte das Eine Welt Netz NRW dann die Verbindung zur AWO Düsseldorf her. Stellvertretend für die vietnamesische Gemeinschaft überreichten Univ.-Prof. Dr. habil. Nguyen Xuan Thinh und Nguyen Van Duc, selbstständiger Unternehmer, am 5. Juni dann die Nasen-Mund-Masken an die AWO-Kreisgeschäftsführerin Marion Warden. „Wir freuen uns sehr, dass die AWO Düsseldorf für diese großzügige Spende ausgewählt wurde“, so Marion Warden. „Zugleich danken wir der vietnamesischen Gemeinschaft für ihr Engagement. Die Masken gehen in unsere Einrichtungen und helfen uns, unsere Bewohner*innen und auch unsere Besucher*innen zu schützen und die Hygienekonzepte umzusetzen.“

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In den letzten Wochen haben sich viele vietnamesische Vereine und einzelne Personen spontan engagiert, um einen Beitrag zum gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland zu leisten. Darüber hinaus hat eine Gruppe von vietnamesischen Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen in den 16 Bundesländern die Initiative ergriffen und eine Spendenaktion in der vietnamesischen Gemeinschaft gestartet. Dabei wurde Geld gesammelt, um die 100.000 Nasen-Mund-Masken aus Vietnam als Geschenk für die deutsche Bevölkerung zu beschaffen. Die Spende sei ein Zeichen der Dankbarkeit und Solidarität der Community der Vietnamesen in Deutschland für ihre zweite Heimat, hieß es bei der Übergabe.

Iriba-Brunnen e.V. aus Münster für Ruanda

Spenden für Masken, Lebensmittel und für eine neue Inklusionsschule

Foto: Josee Mukanshimiyimana

Aus Ruanda kommt der dringende Ruf nach Nothilfe, vor allem aus einem Projekt für Mädchen und junge Mütter, die aufgrund ungewollter Schwangerschaften früh die Schule verlassen mussten.

Der Verein Iriba-Brunnen aus Münster unterstützt mit viel Erfahrung verschiedene Projekte in Ruanda. Die Vorsitzende Josee Mukanshimiyimana und der Interkulturelle Eine Welt-Promotor Dr. Felin Twagirashyaka richten eine dringende Bitte um Spenden für die Menschen vor allem in den ländlichen Regionen Ruandas. Die Unterstützung gilt vor allem den Mädchen und junge Müttern, die aufgrund ungewollter Schwangerschaften früh die Schule verlassen mussten. Der Bau der einer Inklusionsschule fördert vor allem Kinder aus benachteiligten Familien und Straßenkinder. „Wegen der Corona-Pandemie bitten uns unsere Partner uns um Hilfe. In Ruanda gibt es keine soziale Absicherung. Wegen der Ausgangssperre (Lockdown) können sich die Leute nicht mehr ihr tägliches Brot verdienen“, berichtet Felin Twagirashyaka.

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Felin Twagirashyaka schreibt: „Außerdem ist in Ruanda Mundschutz-Pflicht. Die Leute müssen vorgeschriebene Modelle selbst besorgen und bezahlen. Die ärmeren Eltern und deren Kinder können sich einen solchen Mundschutz nicht leisten. Aus diesen Gründen wenden wir uns an Sie mit der Bitte um Spenden, damit unsere Partner in Ruanda diese Krise überstehen.“ Aktuell sammelt der Verein, um 5.000 Euro für Masken und 7.000 Euro für Lebensmittel zu erreichen. „Mit Ihrer Spende können wir Kinder, Schulkinder und deren Eltern in unseren Partnerschulen und die Mädchen unterstützen!“

Spendenkonto

Iriba-Brunnen e.V.
IBAN: DE76 4005 0150 0153 8500 03
BIC:   WELADED1MST
Sparkasse Münsterland Ost
Betreff: COVID-19 Nothilfe Ruanda 
Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung erstellt

Kontakte für Fragen und für größere Spenden

  • Frau Josee Mukanshimiyimana (Vorsitzende Iriba Brunnen e.V.): Tel. 01 52 – 08 54 86 86
  • Dr. Felin Twagirashyaka, Tel. 01 76 – 34 12 44 43

felin.twagirashyaka@remove-this.iriba-brunnen.de

Download der Kurzinfo mit Spendenkonto (pdf)

Link zur Website des Vereins Iriba Brunnen

Link zu Online-Spenden auf der Plattform Betterplace


Spenden für Kolping-Projekte in Uganda

Kolping-Corona-Fonds für schnelle Nothilfe in Projekten

Foto: Kolping International

Die Stadt Hoima in Uganda ist normalerweise ein Mittelzentrum voller Leben. Corona hat auch hier leere Einkaufsstraßen und viel Not verursacht.

Alle Hotels und Schulen mussten in ganz Uganda schließen. Davon betroffen sind auch die Kolping-Hotels der Uganda Kolping Society, bei denen das Eine Welt Netz NRW noch im Herbst 2017 zu Gast sein durfte. Wichtige  Bildungsmaßnahmen der Kolpinger können momentan nicht durchgeführt werden. Die Lebensmittelpreise haben sich in Uganda mehr als verdoppelt. Die Situation ist angespannt, da viele Familien im Moment kein Geld verdienen und sie keine Ersparnisse haben. Auf den Feldern darf gearbeitet werden, solange die Abstandsregeln eingehalten werden. Die Uganda Kolping Society ermuntert die Bauern, mehr als üblich anzubauen, damit sie sich einen Vorrat anschaffen können. Die Regierung hat angefangen, in und um die Hauptstadt Kampala Lebensmittel zu verteilen. Viele gehen dabei aber leer aus. Um in dieser Not zu helfen, ist jetzt unsere Solidarität gefragt. Deshalb wurde der „Kolping-Corona-Fonds“ ins Leben gerufen. Damit soll rasch geholfen werden, wo die Not am größten ist.

Link zum Kolping-Corona-Fonds

Bangladesh: Nothilfe-Fonds von FEMNET

Brief von Kalpona Akter, Leiterin des Bangladesh Centre for Workers Solidarity

Foto: © Gisela Burckhardt/FEMNET e.V

Mittagspause in einer Textilfabrik in Bangladesh: Völlige Erschöpfung und kaum noch Abwehrkräfte. FEMNET ruft zu Nothilfe für Textil-Arbeiterinnen auf.

Kalpona Akter, die Leiterin des Bangladesh Centre for Workers Solidarity in Bangladesch schreibt:
„Unternehmen haben Aufträge storniert, die Arbeiterinnen fürchten um ihre Jobs und haben Angst angesteckt zu werden. Sie leben von der Hand in den Mund, viele sind verschuldet, wie können sie ohne Löhne überleben? Wenn Arbeiterinnen entlassen werden, sollten ausländische Unternehmen ihre Zahlungen schnell tätigen, damit die Arbeiterinnen zumindest ihre ihnen gesetzlich zustehende Abfindung erhalten.“
In Bangladesch leben die Menschen miteinander auf engem Raum, ein Virus verbreitet sich dort besonders schnell. Krankenhäuser sind nicht vorbereitet, Schutzkleidung, Masken und Tests fehlen. Viele Frauen leiden unter Blutarmut und sind unterernährt, da der Lohn nicht zum Leben ausreicht. FEMNET e.V. bittet um Spenden für einen Nothilfe-Fonds für Textil-Arbeiterinnen.

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Link zum Nothilfe-Fonds von FEMNET e.V.

Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende des Vereins FEMNET aus Bonn: "Wir stehen an der Seite der Näher*innen, deren Rechte täglich verletzt werden und deren Überleben nun wegen der Pandemie noch schwieriger geworden ist. Gerade jetzt müssen wir Solidarität zeigen, wir dürfen unsere Partner nicht allein lassen."

Sie richtet einen dringenden Appell an die Unternehmen der Bekleidungsbranche: "Nötig sind jetzt langfristige Aufträge, um Schließung von Fabriken und Entlassung von Arbeiter*innen zu verhindern. Näher*innen müssen vor Ansteckung geschützt werden: Mundschutz, Schutzkleidung und andere Formen einer Ausrüstung wie Schutzwände müssen zur Verfügung gestellt werden. Arbeiter*innen, die den Virus schon haben oder wo der Verdacht besteht, dass sie ihn haben, müssen während der Zeit der Quarantäne weiterbezahlt werden bzw. bezahlten Krankenurlaub erhalten. Alle Maßnahmen müssen für alle Beschäftigten gelten: Formell Beschäftigte wie informell oder kurzfristig Beschäftigte, Heimarbeiter*innen und Migrant*innen.

Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass das Virus nicht diejenigen am stärksten trifft, die am wenigsten Ressourcen haben, um sich vor den Auswirkungen zu schützen. Genauso, wie jede und jeder Einzelne von uns derzeit gefragt ist, solidarisch Einschränkungen in Kauf zu nehmen und Risikogruppen nachbarschaftlich zu unterstützen, müssen auch Unternehmen die nötigen Schutzmaßnahmen für die Menschen in ihrer Lieferkette solidarisch und konsequent umsetzen. Global agierende Unternehmen tragen im Kontext dieser weltweiten Pandemie auch eine globale Verantwortung für Arbeiterinnen und Arbeiter.“

www.femnet.de

Eine Welt Netz NRW @ 2021
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