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Brennpunkt Westafrika

Die Fluchtursachen und was Europa tun sollte

„Europa hat bis heute keine innere Haltung zu diesem massenhaften Leid entwickelt, häufig ist in der öffentlichen Debatte ein erschreckender Mangel an Empathie und sozialer Vorstellungskraft zu beobachten, auch eine Verweigerung, zu trauern oder gar Verantwortung zu übernehmen.“ So deutlich bringt Autor Olaf Bernau, Soziologe und Menschenrechtsaktivist, den Umgang Europas mit einem wachsenden Migrationsdruck aus Afrika auf den Punkt. Bernau spricht Europas historisch gewachsene Verantwortung bei einer verbreiteten strukturellen Perspektivlosigkeit an. Dabei benennt er klar die kolonialen Wurzeln der Probleme. Darüber hinaus reißt er aber auch vorkoloniale Strukturen an und räumt mit dem in Europa verbreiteten Märchen eines geschichtslosen Kontinents auf. Zentrales Anliegen des Werks: Wie können Perspektiven in Westafrika entstehen (oder wie man es in Europa eher formuliert: Fluchtursachen bekämpft werden)? Was muss Europa dafür tun bzw. sein lassen? Und warum sind nicht wenige Politiker*innen in vielen afrikanischen Staaten Teil des strukturellen Problems? Differenziert behandelt das Buch die Komplexität dieses in Medien und Politik oft vereinfacht dargestellten Themas.

Bild: Olaf Bernau als Podiumsgast auf der Eine-Welt-Landeskonferenz in Münster im März 2019

Zum Buch

 

 

Am Ende der Glaubwürdigkeit?!

Warum koloniale Kontinuitäten unsere Zukunftsfähigkeit bedrohen

Das koloniale Erbe prägt die Welt bis heute. Gerade in Deutschland existiert hierfür jedoch kaum ein breites gesellschaftliches Bewusstsein. Die Gründe dafür sind komplex. Neben ökonomischen Interessen spielt hier auch eine selektive Wahrnehmung der Bedeutung von Geschichte für unsere heutige Welt eine wichtige Rolle. Warum hält sich dieses Erbe so hartnäckig? Warum sollte es zunehmend im allgemeinen Interesse überwunden werden?

Broschüre

Die Gegenwart imperialer Vergangenheit

2., aktualisierte und erweiterete Auflage 2021

Marianne Bechhaus-Gerst / Joachim Zeller (Hrsg.)

Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen. Der Sammelband zieht Bilanz und will zugleich die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse und eine Dekolonialisierung der immer noch dominierenden Wissens- und Deutungsmacht des »Westens« anregen. Die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder die koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin richten den Fokus ein ums andere Mal auf eine koloniale Vergangenheit, die nicht vergehen will. (Text stammt von der Seite des Verlags)

Weitere Informationen

Auszug aus dem Beitrag "Rassismus - Zur Notwendigkeit der Überwindung eines kolonial-ideologischen Auslaufmodells"

Buchtipp "Errungenschaften Afrikas"

»Bis die Löwen ihre eigenen Historiker haben, wird die Geschichte der Jagd immer den Jäger verherrlichen.«

Die Bilder der Vergangenheit und der Gegenwart, die uns vermittelt werden spielen eine große Rolle bei unserer Wahrnehmung der Welt und der Formung unserer Identität. Welchen Beitrag lieferten Schwarze Menschen zur Weltgeschichte? Wie viel wissen wir über ihre Rolle in der Geschichte und Gegenwart, und was ist uns noch nicht bekannt? Dieses Buch soll unser Bild und unsere Vorstellungen von Schwarzen Menschen infrage stellen. Die Errungenschaften verschiedener Schwarzer Persönlichkeiten und Gruppen, sei es in der Medizin, Seefahrt, Architektur, Religion, Politik und vieles mehr, sollen die Lücken in unserem Wissen über die Beiträge afrikanischer Menschen füllen.

Autor: Dr. Keith Hamaimbo (Regionalpromotor im Welthaus Bielefeld)

Das Buch

Afrika - Ewiger Verlierer oder Weltmacht von morgen?

Broschüre

Die Frage in der Überschrift war Motto von drei Veranstaltungen, die im IBZ Bielefeld in Kooperation mit dem Welthaus Bielefeld sowie mit dem Eine Welt Netz NRW 2017 stattgefunden haben. In der Broschüre widmen sich die Autor*innen Themen wie Geschichtsbewusstsein, Bildung, Governance oder (ökologische) Ökonomie. Aufgrund mehrfacher Nachfrage ist die Broschüre nun wieder online abrufbar. Einen Eindruck zur Veranstaltungsreihe 2017 erhalten Sie im Trailer.

Broschüre

Trailer

Sklaverei vorbei!?

Aktuelle Beispiele struktureller Ausbeutung weltweit

Heute handelt es sich bei „nur“ noch ca. 10 Prozent um staatliche Formen von Sklaverei bzw. Zwangsausbeutung. Die Bandbreite der Bereiche, in denen Zwangsarbeit – oft als „moderne“ Sklaverei bezeichnet – verrichtet wird, ist immens: Von Hausarbeit über die Landwirtschaft und den Bergbausektor bis hin zur Beschäftigung in Industriebetrieben ist alles vertreten. Hinzu kommen geschlechtsspezifische Formen wie Zwangsprostitution und Zwangsheirat. Auch der internationale Organhandel oder organisiertes Betteln gehören in diese Aufzählung. Dabei ist festzustellen, dass Menschen umso wahrscheinlicher Opfer von Ausbeutung werden, desto entwurzelter sie sind. Daher sind auch und gerade Geflüchtete überproportional oft betroffen. (aus der Einführung)

Broschüre

Afrikas Zukunft

Zwischen guten Absichten und historischen Kontinuitäten

Wer in der entwicklungspolitischen Szene unterwegs ist, dürfte es bereits bemerkt haben: Afrikas Zukunft wird wieder verstärkt diskutiert – und zwar sowohl in Afrika selbst als auch außerhalb. Auch in Deutschland befasst man sich scheinbar wieder verstärkt mit unserem südlichen Nachbarn. So wurde zum einem seitens des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Marshallplan mit Afrika beschlossen, in dem zahlreiche Ideen festgehalten worden sind, die Afrika in eine bessere Zukunft führen sollen. Etwa zeitgleich wurde unter deutscher Federführung im Umfeld des G-20-Gipfels ebenfalls ein „Entwicklungsplan“ für Afrika beschlossen. Dieser als Compact with Africa (CWA) bezeichnete Plan geht auf die G-20-Finanzminister zurück. In Afrika selbst entstand die Agenda 2063, eine Vision für Afrikas Entwicklungsstand im Jahre 2063, also 100 Jahre nach der Gründung der Organisation afrikanischer Einheit, die heute Afrikanische Union heißt. Ebenfalls an dieser Stelle zu erwähnen ist die Weltdekade für Menschen afrikanischer Abstammung, die unter den Schlagworten Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung die Zukunft aller Menschen afrikanischen Ursprungs weltweit verbessern will. (...)

Lesen Sie den ganzen Beitrag hier.

Wie gelingt Partizipation?

Die Bedeutung sogenannter migrantischer Akteur*innen in Deutschland nimmt in vielen Bereichen stetig zu. Trotz der Vielfalt der von ihnen bearbeiteten Themen konzentrieren sich jedoch nach wie vor viele Aktivitäten auf Bereiche mit einem Bezug zu Integration, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder Flucht und Migration. Ganz klar betreffen diese und ähnliche Bereiche die erwähnte Gruppe oftmals auf besondere Weise, was diese Priorisierung rechtfertigt. Dennoch: Vermehrt sollten auch Themenbereiche von dieser Gruppe besetzt werden, die (noch) nicht per se mit Migrant*innen bzw. mit Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund verbunden werden. Ein großes Hindernis ist hierbei eine hinterherhinkende deutsche Erinnerungspolitik und –kultur, die kaum Identifikationsmöglichkeiten für die nicht als Mehrheitsgesellschaft bezeichnete Gruppe bietet. Mangelnde Identifikation mit diesem Land kann eine Ursache für mangelndes politisches Engagement jenseits der eingangs erwähnten Themenfelder sein. (...)

Download des Gesamt-Arktikels (pdf).

Quiz zur Ausstellung "Schwarz ist der Ozean"

Folgende Fragen und diskussionsanregende Aussagen sollen den Umgang mit dem Thema der Ausstellung "Schwarz ist der Ozean - Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?" erleichtern (ab der 9. Jahrgangsstufe). Die Antworten zum  Quiz finden Sie unter dem im Dokument aufgeführeten Link.

Quiz / Diskussion "Schwarz ist der Ozean"

Schwarz ist der Ozean

Zur Geschichte von (Zwangs)Migration und Flucht

Nachdem immer wieder nach dieser anlässlich der ersten Fassung unserer Ausstellung "Schwarz ist der Ozean - Was haben volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun?" 2014 erschienenen Broschüre gefragt worden war, stellen wir diese nun gerne als PDF-Dokument auf unsere Seite. Die Druckfassung ist längst vergriffen. Aber: Bald erscheint die Broschüre zur seit Anfang 2017 verfügbaren Neufassung der Austellung. Darin finden Sie neben Hintergrundinfos auch Anwendungsbeispiele für den Einstieg in das komplexe und viele Jahrhunderte umfassende Thema.

Download der Broschüre (pdf, Fassung von 2014).

Eine Welt Netz NRW @ 2022
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