Hauptmenü

Seiteninhalt

Rechtshilfe dringend nötig

Spendenaufruf für Dogan Akhanli und weitere Opfer der türkischen Justiz

Porträt des deutsch-türkischen Schriftstellers Dogan Akhanli.

Foto: Recherche International e.V.

Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli wurde im August 2017 auf Betreiben der Türkei in Spanien festgenommen und wird seit seiner Freilassung daran gehindert, Spanien zu verlassen.

Die Mitglieder des Kölner Vereins „recherche international“ sind bestürzt darüber, dass der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli im August 2017 auf Betreiben der Türkei in Spanien inhaftiert wurde. Er wurde zwar nach einem Tag wieder freigelassen, wird aber nun daran gehindert, Spanien zu verlassen und muss dort womöglich mehrere Monate auf ein Gerichtsverfahren über den Auslieferungsantrag der Türkei warten.
Sie werten dies als „willkürlichen Übergriff der spanischen Justiz im Auftrag der türkischen Justiz, gegen den wir scharf protestieren“. Der 60-jährige Autor lebt seit 1992 in Köln und arbeitet seit vielen Jahren für „recherche international“.
Er ist Mitglied in der internationalen Schriftstellervereinigung PEN.

In seinen literarischen Werken und Forschungsarbeiten setzt er sich nicht nur für die Unteilbarkeit der Menschenrechte und gegen die Verfolgung Andersdenkender durch das Erdogan-Regime ein, sondern insbesondere auch für die Aufarbeitung des Genozids an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs, der von der türkischen Regierung bis heute geleugnet wird. „Die Festnahme zeigt den Versuch Erdogans, seine Macht über die Grenzen seines Landes hinaus auszudehnen und weltweit gegen unliebsame und kritische Stimmen vorzugehen“, so Akhanlis deutscher Rechtsanwalt Ilias Uyar.

Die Verfolgung und Inhaftierung von Oppositionellen und Kritikern des türkischen Regimes im europäischen Ausland ist keine Ausnahme. In Spanien muss der schwedisch-türkische Jounalist Hamza Yalcin sogar in Haft auf seinen Auslieferungsprozess warten. In anderen europäischen Ländern werden besonders Kurd*innen auf diese Art verfolgt, auch in Deutschland.

„Der Griff der Türkei nach seinen Kritiker*nnen ist nur möglich, weil sich Sicherheitsbehörden in ganz Europa zu Handlangern von Staatspräsident Erdogan machen. Mit dieser Zusammenarbeit muss endlich Schluss sein! Ob über Interpol, wie im Falle von Dogan Akhanli, oder in Deutschland über das BKA oder die Verfassungsschutzbehörden: Die staatliche Unterstützung für die Verfolgung demokratischer Oppositioneller aus der Türkei im Ausland muss ein Ende haben!“ sagen seine Kolleg*innen von „recherche international“.Überdies erwarten sie von der Bundesregierung Aufklärung darüber, warum ihr Mitarbeiter Dogan Akanhli als deutscher Staatsbürger nicht frühzeitig darüber informiert wurde, dass die türkische Regierung ihn über Interpol zur Festnahme und Auslieferung ausschreiben ließ.

Spenden sind dringend nötig

Recherche internationel e.V. bittet für die Finanzierung des Zwangsaufenthalts von Dogan Akhanli und der Prozesskosten um (steuerabzugsfähige) Spenden. Gelder, die nicht für die Finanzierung des Verfahrens von Dogan Akhanli benötigt werden, werden dem „Rechtshilfefonds für Verfolgte in der Türkei“ übergeben.

Link zum Rechtshilfefonds.

Mehr Informationen:  albrecht.kieser@remove-this.rjb-koeln.de

Spendenkonto:
Recherche International e.V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE07 3705 0198 0023 8120 43
SWIFT-BIC.: COLSDE33
Stichwort: Solidarität mit Dogan Akhanli und anderen politisch Verfolgten in der Türkei

 

Eine Welt Netz NRW @ 2017
Bitte benutzen Sie zum Ausdrucken den Druckbutton am Ende jeder Seite.